Tarte Tatin – der Apfelkuchen nach dem Rezept von Pamela Reifs Mutter

Tarte Tatin - der Apfelkuchen nach dem Rezept von Pamela Reifs Mutter

Tarte Tatin – der französische Klassiker aus der Pfanne! Das Pfingstwochenende steht bevor und ich weiß ja nicht, wie es euch geht – aber gerade an Wochenenden oder auch an Feiertagen habe ich noch mehr Lust zu backen. Es hat aber auch etwas Schönes, wenn man sich sein Dessert selbst zubereitet. Man weiß, welche Zutaten verwendet hat, kann nach Belieben abschmecken und hat sicherlich mehr Freude daran, als wenn man einfach etwas Fertiges gekauft hätte. Das heutige Rezept bereitet aber vor allem deshalb Freude, weil es absolut grandios schmeckt. Und das nicht nur Apfelliebhabern wie mir! In meiner Familie war restlos jeder absolut begeistert. Sogar meine Mutter, die sonst Süßspeisen meidet, wie der Teufel das Weihwasser. 😉

Die Tarte Tatin nach dem Rezept von Pamela Reifs Mutter ist mittlerweile schon legendär! Nur leider findet man das Rezept nicht in Pams Kochbuch und bisher blieb es ein großes, scheinbar super schmackhaftes Geheimnis. Bisher! Denn nun hat sich dieses große Geheimnis an einem wunderschönen Sonntag im Mai gelüftet. Pamela Reif hat die Tarte Tatin zusammen mit ihrer Mutter in einer Instagram Live Session gebacken – und ich habe fleißig mitgebacken und mitgeschrieben. Und das nicht nur damit ich nun öfter in diesen leckeren Genuss komme, sondern weil ich denke, dass er auch euch wahrhaftig gut schmecken könnte. 😉

Mittlerweile habe ich die Tarte Tatin schon ganze fünf Mal nachgebacken und an dem Rezept ein wenig gefeilt. Vor allem habe ich es ein wenig kalorienärmer und punktefreundlicher gestaltet. Das Originalrezept sowie meine Abwandlung teile ich heute hier mit euch. Und ich kann euch die Tarte Tatin wirklich nur wärmstens empfehlen – sie ist ein Genuss, der einen direkt in eine kleine Boulangerie nach Paris entführt! Ich wünsche nun schon viel Spaß beim Lesen und natürlich auch beim Nachbacken, ihr werdet es nicht bereuen! Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass es zusammen mit einer Kugel Vanilleeis eine grandiose Kombination wäre – falls ihr da noch ein wenig Anregung benötigt. 🙂

Tarte Tatin - der Apfelkuchen nach dem Rezept von Pamela Reifs Mutter

Das benötigst du für eine Tarte Tatin:

  • eine ofenfeste Pfanne (28er Durchmesser)
  • 170g Dinkelmehl
  • 40g Kokosblütenzucker
  • 70g gekühlte Butter (oder auch Halbfettmargarine, wenn man auf seine Kalorien achten möchte)
  • 30g Frischkäse (gern auch die 0,2%er Variante, um noch ein paar Kalorien zu sparen)
  • ein Ei
  • eine Prise Salz
  • die Schale einer Bio Zitrone
  • 8 süße Äpfel (sie sollten nicht zu feucht sein, Boskop empfiehlt sich als Sorte – und ich habe da mittlerweile schon einige ausprobiert)
  • Zimt nach Belieben
  • 1EL Kokosöl, um die Äpfel darin anzubraten
  • Frischhaltefolie

Tarte Tatin Rezept von Pamela Reifs Mutter

Tarte Tatin Pamela Reif

So bereitest du die Tarte Tatin zu:

Zunächst wird der Teig vorbereitet! Dazu ganz einfach das Mehl samt Zucker in eine große Schüssel durchsieben (so wird der Teig später feiner), mischen und eine Mulde bilden. In diese Mulde dann den Frischkäse, das Ei und die klein geschnittene, noch kalte Butter geben. Dazu dann die Zitronenschale reinreiben und mit einer Prise Salz versehen. Nun mit den Händen durchkneten, sodass eine Kugel entsteht. Diese Kugel dann in Frischhaltefolie (oder Bienenwachsfolie) geben und in den kalt stellen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C Umluft erhitzen und sich um die Äpfel kümmern. Alle Äpfel schälen, entkernen und halbieren beziehungsweise vierteln oder auch würfeln.

Nun das Kokosöl in die ofenfeste Pfanne geben und erhitzen. Zunächst die Apfelhälften in der Pfanne verteilen, sodass das gewünschte Muster entsteht. Bei mir sind das meistens neun Apfelhälften. Die restlichen Apfelhälften nun in Spalten und Würfel schneiden und auf den Apfelhälften verteilen. Nun den Herd auf eine mittlere Temperatur stellen und die Äpfel ca. zehn Minuten lang anbraten. Dabei nicht umrühren. Durch dieses Anbraten entsteht ganz unten bei den Apfelhälften eine wundervolle Glasurschicht, weil der Fruchtzucker karamellisiert. Kurz vor den zehn Minuten kann man den Zimt auf den Äpfeln verteilen.

Nach den zehn Minuten die Pfanne in den Backofen stellen und ca. 30 Minuten lang backen. Dann die Pfanne aus dem Ofen holen und diesen auf ca. 160°C stellen. Nun auch den Teig aus dem Kühlschrank holen und mit Frischhaltefolie ausrollen und die Äpfel damit bedecken. Die Pfanne mit dem Tarte Tatin geht dann wieder für ca. 30 Minuten in den Backofen.

Nach 30 Minuten kann man dann die ofenfeste Pfanne aus dem Backofen nehmen und ein wenig Schwenken. Nach ca. einer Minuten kann man die Pfanne dann stürzen. Sofern noch ein Apfelstück an der Pfannenform klebt, kann man es ganz einfach befreien und an seinen richtigen Platz anordnen. Lauwarm schmeckt die Tarte Tatin am besten. Zudem schmeckt auch Vanilleeis ganz hervorragend zu diesem fruchtigen Genuss.

 Apfelkuchen nach dem Rezept von Pamela Reifs Mutter

Die Geschichte zur Tarte Tatin

Die Tarte Tatin gehört wohl zu den größten französischen Dessert-Klassikern überhaupt, sogar noch vor Macarons! Dabei soll die klassische Tarte Tatin gar nicht beabsichtigt kreiert worden sein, sondern eher Produkt des Zufalls. Wobei, Zufall kann man es nicht nennen – viel eher war es eine patente Antwort auf ein mittelgroßes Malheur, welches jedem von uns sicherlich schon einmal in der Küche passiert ist!

Der Legende nach, soll dieses köstliche Kuchendessert im 19. Jahrhundert von zwei Schwestern aus Lamotte-Beuvron in der Sologne erfunden worden sein. Es sollen sich wohl Gäste angemeldet haben und einer der Schwestern ist der eben frisch gebackene Apfelkuchen auf den Bodeen gefallen (wahrscheinlich ist jedem von uns schon einmal etwas in der Küche auf den Boden gefallen). Unglücklicherweise dann auch noch auf die Apfelseite! Daraufhin haben die patenten Frauen einfach eine Backform zur Hand genommen, dann die Apfelstücke nach unten gelegt und diese dann mit einem frischen Mürbeteig erneut belegt und gebacken. Was dabei rausgekommen ist? Der wohl schönste Unfall, den die Küchen dieser Welt wohl jemals gesehen haben. Oder zumindest der Schmackhafteste! 🙂

Diese Notlösung kam nämlich nicht nur damals bei den Gästen ganz hervorragend an, sondern auch bei allen anderen. Danach hat sich dieser herrliche Apfelkuchen nämlich durchgesetzt und wird seitdem immer wieder neu entdeckt und mit Variation verändert. Ein französischer Klassiker, den ich auch in meiner Küche nicht mehr missen möchte. So wird doch meist aus den ungeplanten Samen eine ganz herrliche Pflanze, deren Blühen so doch niemand erwartet hätte. 🙂

…und was hat Pamela Reifs Mutter damit zu tun?

Natürlich hat die mehr als charmante Frau Reif diese Kreation nicht erfunden, aber trotzdem ist ihr Rezept mittlerweile doch ziemlich legendär geworden! Ich kann mittlerweile gar nicht mehr zählen, wie oft dieser sagenumwobene Kuchen nun schon in Pamela Reifs Instagram Story gezeigt wurde. Und vor allem wie schnell dieser Kuchen weg war! Denn ja, obwohl Pamela Reif ja eher für fitness-freundliche Rezepte bekannt ist, war diese Süßspeise bisher ziemlich häufig auf ihrem Speiseplan. Und genau so schnell auch wieder weg. Denn meist essen sie und ihre Mama diese köstliche Kreation ganz allein auf – meistens noch lauwarm aus dem Ofen.

Und hey, so „ungesund“ ist dieser Kuchen auf jeden Fall nicht. Das Rezept ist äußerst clean, setzt auf Kokosblütenzucker statt weißem Zucker (was den Zucker-Tsunami verhindert!) und ist auf jeden Fall eine kalorienärmere Variante als das klassische Original, was quasi gefühlt ein Päckchen Butter beinhaltet. Also ist es ja dann irgendwie doch auch „fitness-freundlich“ – und vor allem absolut köstlich!

Kann man die Tarte Tatin noch besser machen? Tipps & Tricks

  • Was macht die Tarte Tatin überhaupt so besonders? Definitiv die süße, charakteristische Karamellschicht über den Äpfeln. In einem klassischen Rezept sorgt hierfür eine Mischung aus Butter und Zucker – aber das muss nicht sein! Kokosöl gepaart mit Äpfeln ergibt erhitzt ebenfalls eine herrliche süße Schicht, die dem Gaumen schmeichelt. Definitiv in kalorienärmerer Genuss! 🙂
  • Wenn es mal ein wenig schneller gehen muss, kann man statt des Mürbeteiges einfach einen frischen Blätterteig aus der Kühlabteilung nehmen. Dadurch wird die Tarte Tatin genau so lecker (es hat sich bisher keiner meiner Gäste beschwert) und es geht doch ein klein wenig schneller!
  • Dir ist ein ganzer Kuchen zu viel? Vor allem, da man ihn ja am besten lauwarm genießen sollte? Dann kannst du auch ganz easy verkleinern, indem du entweder fertige Tartelettes wählst (sowas gibt es in alle gängigen Supermärkten zu kaufen) und die Apfelstücke einfach vorab in einer Pfanne anbrätst, ehe du die belegten Tartelettes in den Backofen legst, oder du nimmst nur eine Hälfte der Zutaten beziehungsweise ein Viertel. 🙂
  • Es empfiehlt sich für die Tarte Tatin eine feste Apfelsorte. Ich habe schon einige Sorten ausprobiert und Boskop oder auch Braeburn fand ich persönlich tatsächlich am leckersten. 🙂
  • Du magst partout keine Äpfel? Kein Problem! Diese Art von Kuchen kann man nämlich auch mit allerlei anderem Obst zubereiten. Birnen, Pfirsiche oder auch Zwetschgen eignen sich ganz hervorragend! Dem Geschmack und der Kreativität sind hierbei absolut kein Grenzen gesetzt, probiere doch gern eine Variante aus und lasse mich in den Kommentaren wissen, was dir am besten schmeckt. 🙂
  • Braucht man unbedingt ein ofenfeste Pfanne? An sich ehrlicherweise schon. Man kann aber auch die Äpfel vorab in einer Pfanne anbraten, sie danach in eine Backform legen und erst dann in den Backofen stellen und später mit dem Teig abdecken. Ich persönlich denke aber, dass eine gute ofenfeste Pfanne eine tolle Ergänzung für jede Küche ist – sowas kann man sich also auf lange Sicht auf jeden Fall mal zulegen.
  • Du sucht noch nach der Ergänzung für diese köstliche Tarte Tatin? Dann probiere ihn unbedingt mal lauwarm zusammen mit einem köstlichen Vanilleeis. Für mich ist das eine ganz grandiose Kombination, von der ich zur Zeit einfach nicht genug bekomme. Bald werde ich mich da auch mal nach einem eigenen Rezept umschauen für das Vanilleeis. 🙂

Tarte Tatin Pamela Reif

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3 Kommentare

  1. 5. Juni 2020 / 17:21

    Apfelkuchen in allen Formen und Variationen sind meine absoluten Lieblingskuchen <3
    Danke für das Rezept!
    Liebe Grüße,
    Emilie

  2. ivi
    7. August 2020 / 19:35

    Kokosöl????Meinst Du Kokoszucker erhitzen??

    • Tina Carrot
      Autor
      7. August 2020 / 20:45

      Oh, hoppla – ich sehe gerade, dass ich da einen Fehler gemacht habe. 🙈

      Tatsächlich sollte man ein wenig Kokosöl erhitzen (ich nehme 1EL), werde es gleich in der Zutatenliste ergänzen. 🙂

      Rein theoretisch könnte man es auch gänzlich ohne zubereiten (habe das auch schon ausprobiert), jedoch bekommen die Äpfel durch das Kokosöl so eine schöne „Glasur“. 🙂

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