Silisponge im Test: der Silikon Make-Up Applikator versus BeautyBlender

Nur ganz selten gibt es in der Beauty-Welt Produkte über die wirklich jeder spricht. Produkte, die auf einer Welle eines enormen Hypes schwimmen und tatsächlich in aller Munde sind. Ich denke da an Produkte wie die Lipkits aus dem Hause Jenner, ein schlammiger Nagellack aus dem Hause Chanel oder ganz unspektakulär: aluminiumfreie Deodorants. Aktuell ist es mal wieder soweit: nachdem eine Zeit lang der BeautyBlender (ihr wisst schon, das rosane Make-Up Ei) als Heiliger Gral galt, wurde er nun schon fast abgelöst.

Die Rede ist von dem Silisponge – ein Make-Up Applikator aus Silikon, der ein noch ebenmäßigeres Finish als das Make-Up Ei kreieren soll und dabei auch noch deutlich weniger Produkt aufnimmt. Dies soll dann auch noch die Reinigung erleichtern, damit also auch Mitesser vorbeugen und gleichzeitig wird auch noch damit gelockt, dass er deutlich länger hält als die üblichen Make-Up Eier.

Natürlich war auch ich ganz neugierig auf den Silisponge und musste ihn direkt testen. Zwar hat sich die Suche nach ihm als ein wenig schwierig gezeigt, jedoch ist er endlich mein und die letzten Wochen habe ich fleißig verglichen. Ob der Silisponge tatsächlich besser als der BeautyBlender ist, wie der Unterschied in der Reinigung aussieht und wo ihr ihn kaufen könnt, verrate ich euch heute in meinem neuen Beitrag aus der Serie „Worth the hype?“.

Noch einmal zum BeautyBlender – das bisherige Non-plus-ultra

Würde man bisher einen Beautylover nach seiner Empfehlung in Sachen Auftrag von Foundation fragen, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass man direkt auf den BeautyBlender, dem Make-Up Ei verwiesen wird.

Dieser Applikator hat die Herzen der Beautylover weltweit erobert und mittlerweile gibt es unzählige Nachahmungen, die auch tatsächlich sehr gut sind (mein Favorit vom Preis-Leistungs-Verhältnis ist der von dm). Das Prinzip an sich ist der einfach, man weichtet das Ei gut an und tupft sich vorzugsweise durch das Gesicht, bis man ein ebenmäßiges Finish hat. Ich arbeitete bisher hauptsächlich mit dem Make-Up Ei (sofern ich die Foundation nicht mit einem Pinsel auftrage) und war auch immer sehr zufrieden, schon bei meinen liebsten Beauty-Tools habe ich das Ei vorgestellt.

Über den Silisponge („the amazing silisponge) und wo man ihn kaufen kann

Seit einigen Monaten wird jedoch der Silisponge weltweit gehyped, der ursprünglich aus dem Hause Molly Cosmetic entstammt. Es ist ein kleines Silikonkissen, welches auf den ersten Blick an ein kleines Implantat erinnert. Durch die weine Oberfläche wird im Vergleich zum BeautyBlender deutlich weniger Produkt verbraucht, gleichzeitig soll ein ebenmäßigeres Ergebnis gelingen und auch die Reinigung soll mit Einfachheit punkten.

Den Silisponge von Molly Cosmetic habe ich mir nicht online bestellt, sondern ich suchte offline nach dem guten Stück. Dies erwies sich als schwieriges Unterfangen, weil er wohl offline in Deutschland gar nicht angeboten wird – dafür aber das Pendant The amazing Silisponge. Genau diesen suchte ich dann auch, zuerst bei dm und nachher bei Douglas. Bei Douglas wurde ich dann fündig und zahlte 7€ – aktuell gibt es ihn aber wohl auch im Online Shop von dm zu kaufen.

Wie gelingt der Auftrag mit dem Silisponge?

Ganz einfach: man soll zunächst eine im Vergleich zum BeautyBlender deutlich geringere Menge Foundation auf das Silikonpad auftragen und danach in gleichmäßigen, kreisenden Bewegungen damit über das Gesicht gehen, anschließend wiederholt Tupfen, damit die Foundation gleichmäßig auf die Haut gelangt.

Sofern wann zu viel Produkt verwendet hat (was wohl vor allem bei den ersten Versuchen der Fall sein kann), kann man dieses einfach von dem Silikonkissen wegwischen.

Der Silisponge im Auftrag – Vergleich zum BeautyBlender

Wie es sich schon mit einem Blick auf die Schlieren des Silisponge erahnen lässt – das Ergebnis wird relativ schlierig. Im Vergleich zum BeautyBlender finde ich auch nach mehreren Tagen der Übung das Finish mit dem BeautyBlender deutlich schöner, denn durch die aufsaugende Oberfläche des Make-Up Eis wird überflüssiges Produkt aufgesaugt und kann schön eingearbeitet werden.

Der Silisponge ist in meinen Augen dahingehend relativ unpraktisch und auch das Finish ist nicht ebenmäßig – kein Vergleich zum BeautyBlender! Zwar kann man überschüssiges Produkt abwischen, erreicht man nicht dasselbe Ergebnis wie mit einem Make-Up Ei. Auch mit einem guten Pinsel erreiche ich hier bessere Ergebnisse.

Die Reinigung von dem Silisponge im Vergleich zum BeautyBlender

Der klassische BeautyBlender ist in puncto Reinigung der klare Verlierer im Vergleich zum Silisponge. Ich weiß nicht, wie es euch da geht, aber für mich ist die Reinigung des Make-Up Eis eine kleine Katastrophe. Dadurch, dass das Make-Up Ei überschüssiges Make-Up quasi einsaugt, gelangt auch ziemlich viel Produkt in das Ei – leider sieht man dies aber nicht immer. So wasche ich mein Make-Up Ei zwar nach jeder Benutzung (auch um Pickel vorzubeugen), jedoch habe ich schon nach einigen Tagen das Gefühl, dass er nicht 100%ig sauber ist. Nun habe ich schon gelesen, dass man ihn öfters in die Mikrowelle legen sollte – nur habe ich anstatt einer Mikrowelle nur einen Dampfgarer zu Hause, und so reinige ich ihn nur manuell mit Reinigungsgel, welches ich auch für meine Pinsel nutze.

Der Silisponge ist durch seine weiche Silikonoberfläche deutlich pflegeleichter und angenehmer in der Reinigung – nach jeder Benutzung trage ich mein Reinigungsgel auf, massiere ihn leicht ein und wasche ihn anschließend ab – und sauber ist der Applikator! Das geht sehr schnell, hygienisch und unkompliziert.

Mein Fazit: der Silisponge im Vergleich zum BeautyBlender

Im Ergebnis kann der Silisponge den BeautyBlender in meinen Augen nicht ablösen. Zwar verbraucht man mit ihm deutlich weniger Produkt und auch die Reinigung fällt mit dem Silisponge um Einiges leichter ab, jedoch bin ich mit dem schlierigen Ergebnis nicht zufrieden. Aus diesem Grund bleibe ich meinem Make-Up Ei und auch meinen Pinseln weiterhin treu und werde den Silisponge vielleicht auf Reisen nutzen, damit die Reinigung ein wenig schneller ablaufen kann.

Wie tragt ihr eure Foundation auf?

Kommt ihr mit der Reinigung des BeautyBlender zurecht?

Habt ihr auch schon einen Silisponge zu Hause?

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15 Kommentare

  1. 4. Mai 2017 / 18:08

    von so einem Silikon-Applikator habe ich bisher nich gar nichts gehört! cool, dass du ihn hier vorstellst meine Liebe.
    ich muss zugeben, dass ich wohl eine der Wenigen bin, die auch mit einem Beautyblender so ihre Probleme haben. ich glaube das liegt an meinem Hauttyp, der im Allgemeinen sehr Trockenheitsfältchen neigt – oder ich werde einfach alt …
    für mich funktionieren saubere, gewaschene Fingerspitzen bisher immer noch am besten 🙂
    auch wenn dein Fazit zum Silikon-Applikator nicht posotiver ist, vl probiere ich den nochmal aus 😉

    hab einen schönen Abend Liebes,
    ❤ Tina

    • Tina Carrot
      Autor
      12. Mai 2017 / 23:54

      Oh, dann kann ich dir auf jeden Fall mal einen feuchtigkeitsspendenden Primer empfehlen – damit wirkt das Gesicht direkt praller und die Foundation rutscht dann nicht in die Fältchen rein. 🙂

  2. 5. Mai 2017 / 5:25

    Ein interessanter Beitrag. Ich trage meine Fundation erst grob mit einem Pinsel auf und verteile sie damit. Dann nehme ich einen Beauty Blender und arbeite sie ein. Ich wollte mir noch das Original zulegen, weil ich davon schon so viel gehört habe. Von dem Silikonschwamm waren jetzt dann wohl doch viele eher enttäuscht, weil das gleichmäßige Auftragen nicht so gut funktioniert. Ich werde ihn wohl daher gar nicht erst ausprobieren und lieber gleich in einen neuen Schwamm investieren. Danke für diesen aufschlussreichen Erfahrungsbericht, der mich in meiner Entscheidung auf jeden Fall bestärkt. Hab einen guten Start ins Wochenende, liebe Tina!

    • Tina Carrot
      Autor
      12. Mai 2017 / 23:56

      Oh – das freut mich! Jetzt müsste man nur noch herausfinden, wie man den BeautyBlender gut sauber bekommt, sobald ich dazu neue Erkenntnisse gewonnen habe, werde ich mich melden. 🙂

  3. 5. Mai 2017 / 9:09

    Ein wirklich sehr interessanter und guter Beitrag. Habe von dem Silikon-Applikator bisher noch gar nicht gehört. Um ehrlich zu sein, habe ich den Beautyblender noch nie ausprobiert, da ich es mehr irgendwie sehr unhygienisch vorstelle. Ich habe da leider immer das Gefühl, dass da eventuell Bakterien oder irgendwas anderes drin sein könnte und daher verlasse ich mich lieber auf meine Finger ? Wasche mir die Hände mit antibakterieller Seife bevor ich das Make-up dann mit den Fingern auftrage und das ist für mich, die beste Variante. Hatte früher mal ein Schwämmchen ausprobiert und Pinsel aber war nie wirklich zufrieden.
    Schade, dass der Silikon-Applikator im Auftrag nicht so gut ist. Den hätte ich mir sonst mal zugelegt, da die Reinigung wirklich gut zu sein scheint.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende 🙂
    ❤ Lajana

    • Tina Carrot
      Autor
      12. Mai 2017 / 23:56

      Ja, das mit der Hygiene ist auch so eine Sache – ich habe ja gehört, dass das mit der Mikrowelle gut sein soll. Aber dafür nun extra eine Mikrowelle anschaffen? Ich wechsle meinen BeautyBlender lieber häufiger. 🙂

      • Phiaria
        7. Januar 2019 / 10:04

        Ab in die Waschmaschine mit dem Ei. Das klappt ohne Probleme und es wird tiefenrein sauber. 🙂

  4. 5. Mai 2017 / 23:24

    Sehr schöner und informativer Blogpost liebe Tina! Ich kann es mir kaum vorstellen, diesen Silikon-Sponge zu verwenden… Ich verwende den Sponge von Real Techniques und finde den super! Manchmal aber auch einen Pinsel =)

    Liebste Grüße,
    Emilie

    • Tina Carrot
      Autor
      12. Mai 2017 / 23:57

      Danke dir, Emilie! 🙂

  5. Nadja
    7. Mai 2017 / 17:26

    Ich habe auch noch nie vom Silisponge gehört. Bisher habe ich auch noch nie das Beauty Blender Ei verwendet. Meistens nehme ich einen Pinsel oder die Finger. Aber was ich kürzlich für mich noch entdeckt habe, ist der Beautyblender Blotterazzi. Super für zwischendurch den Hautglanz aufzusaugen und dannach mit Puder wieder zu mattieren.

    • Tina Carrot
      Autor
      12. Mai 2017 / 23:58

      Oh, danke für den Tipp! Muss ich gleich erstmal googlen! 🙂

  6. 8. Mai 2017 / 11:27

    Liebe Tina, ich bin auch absoluter Fan des Beautyblenders von DM, das Preis-Leistungsverhältnis stimmt hier einfach. Und lustigerweise fragt man sich immer, wie so Hypes entstehen, denn ich habe mittlerweile schon einige Blogbeiträge gelesen und alles sind zum selben Fazit gekommen, den Beautyblender schlägt nichts, also wohl doch eher nur ein gekonnter Marketingstreich. Vielen Dank für den tollen und ausführlichen Beitrag, ganz ganz liebe Grüße, x S.Mirli!

    • Tina Carrot
      Autor
      13. Mai 2017 / 0:00

      Ja, oder? Mittlerweile habe ich auch einige negative Posts gelesen – vor einigen Monaten waren die Stimmen jedoch eindeutig eher positiv. Marketing? Wahrscheinlich schon…

  7. Sabine
    9. Mai 2017 / 12:12

    Hallo,

    ich komme mit dem Silisponge nicht so gut zurecht. Ich finde die Fundation schwimmt richtig auf der Haut und läßt sich nicht einarbeiten, auch wenn man sehr wenig nimmt. Die Reinigung ist allerdings wirklich viel einfacher. Guter Bericht, liebe Grüße

    • Tina Carrot
      Autor
      13. Mai 2017 / 0:00

      Vielen Dank, liebe Sabine! Und eigentlich ja schade, dass schon so viele damit ähnliche Erfahrungen gemacht haben, ich hätte es toll gefunden, wenn man eine Alternative zum BeautyBlender entwickelt, die ein wenig „sauberer“ ist. 🙂

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