Relevanz von Blogs – verdrängen Instagram, Snapchat & Co. den Blog?

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Relevanz von Blogs – ein spannendes Themengebiet und Zündstoff für so manche hitzige Debatte. Während der Modewoche in Düsseldorf gab es wie immer unglaublich viele Veranstaltungen, die ich wie jedes Mal sehr gern besucht habe. Schließlich freue ich mich jedes Mal erneut darauf viele liebe Gesichter zu sehen, mich auszutauschen (besonders über Dinge außerhalb des Fashionzirkus, denn mit den Jahren entstanden bei mir über den Blog auch zahlreiche Freundschaften), ein wenig Fashion-Luft zu schnuppern und in diversen Showrooms, Modenschauen und durch neue Bekanntschaften Inspiration zu sammeln und mich dadurch ein wenig weiter zu entwickeln.

Obwohl die Tage dank streng durchgetaktetem Zeitplan meist schneller vergehen, als es mir lieb ist, erinnere ich mich an den ein oder anderen Augenblick meist sehr gut und intensiv. So blieb mir vor allem ein kurzes Gespräch sehr im Gedächtnis.

In großer Runde mit Bloggern saßen wir zum Frühstücken gemeinsam am Tisch, man tauschte sich aus und eine PR-Dame setze sich neben mich. Man stellte sich kurz vor, sagte was man macht und direkt im Anschluss kam die Frage von ihr: „Und wie viele Follower haben Sie?“. Ich antwortete ihr, dass unser gemeinsames Frühstück am Sonntag-Morgen doch kein Ort für schnöde Zahlen sei und widmete mich wieder meinem Frühstück. Ganz casual.

Diese Frage als „Aufreger“ ist heutzutage leider nichts Neues mehr und so brauche ich hier an dieser Stelle auch nicht mehr darauf eingehen, auf wie vielen Ebenen sie falsch ist. Und trotzdem möchte ich sie gern als Aufhänger für die Fragestellung „Relevanz von Blogs – verdrängen Instagram, Snapchat & Co. den Blog?“ nehmen.

Denn in diesem Jahr durfte ich nicht nur viele Veranstaltungen der Düsseldorfer Modewoche als Gast besuchen, ich wurde von Styleranking eingeladen um zusammen mit anderen Bloggerinnen und Agenturvertretern über die Relevanz von Blogs zu diskutieren und die Ergebnisse im Anschluss auf einer Podiumsdiskussion vorzutragen.

Im Folgenden möchte ich die besprochenen Themen ein wenig anreißen und meine Meinung zum Thema Relevanz von Blogs, Influencern und den verschiedenen Social Media Channels etwas näher ausführen – vor allem bin ich aber sehr gespannt darauf, wie ihr darüber denkt und freue mich deshalb auch auf eure Meinungen zum Thema.

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Was ist ein Influencer für dich?

Ein Influencer ist für mich jemand, der ganz strikt dem Wortlaut nach einen gewissen Einfluss auf jemanden ausübt.

Ich weiß nicht wie es euch dabei geht, aber für mich hat das Wort „Influencer“ eine negative Konnotation und obwohl es gerade total en vogue ist, sich selbst Influencer zu nennen, würde ich das von mir nie behaupten. Ganz befremdlich finde ich es persönlich immer, wenn ich User auf Instagram sehe, die sich sogar in ihrem Profil mit diesem Wort schmücken – ich bin eher der Fan von Understatement. Denn jemand, der tatsächlich einen gewissen Einfluss hat, muss sich nicht selbst damit schmücken. Aber ich denke, dass dies typabhängig ist – eine Bildzeitung geht ja zum Beispiel auch mit ihren Verkaufszahlen hausieren und ist „die Nr. 1 am Sonntagmorgen“.

Wie dem auch sei – ich bin kein Freund vom Wort Influencer, sofern sich jemand ausschließlich damit betitelt. Für mich ist jemand in erster Linie Model, Schauspieler, Journalist oder übt sonst irgendeine Tätigkeit aus. Wobei diese Personen, die so in der Öffentlichkeit stehen natürlich auch in irgendeiner Art und Weise Einfluss haben und ausüben können und somit rein technisch gesehen als Influencer gelten.

Und trotzdem finde ich es zu kurz gegriffen diese Personen einfach nur Influencer zu nennen, weil sie viel mehr als das sind. Ich persönlich habe übrigens einen journalistischen Anspruch an meine Arbeit hier auf amour de soi, sehe mich als Bloggerin und teilweise auch als Storyteller.

Wo können Influencer scheinbar am besten ihren Einfluss wirken lassen?

Das ist wohl die Frage der Fragen, wenn es um die Sicht der PR-Agenturen und Marken geht. Immer mehr Marken werden darauf aufmerksam, dass es neben den klassischen Print- und TV-Kampagnen auch andere Möglichkeiten gibt um ihr Produkt bekannter zu machen und so bemühen sich viele Agenturen mittlerweile schon seit einigen Jahren darum, bessere Influencer-Beziehungen aufzubauen.

In der Podiumsdiskussion ist vor allem deutlich geworden, dass den Firmen Social Media Channels, an vorderster Stelle Instagram, sehr wichtig sind. Die Agenturvertreter gaben übereinstimmend zu, dass die Marken, wenn es um die Auswahl der passenden Influencer geht, vor allem zunächst nach den Instagram-Followern fragen. Erst danach schaut man sich wohl den Blog oder den Youtube-Channel an. Facebook scheint wohl kaum mehr Relevanz zu haben. Snapchat ist nett, aber viele Marken sind wohl noch nicht „so weit“.

Als Gründe für die Beliebtheit von Instagram wurde vor allem die Tatsache genannt, dass man hier die Zahlen direkt sehen kann – wie viele Follower, wie viele Likes, wie viele Kommentare. Auch Youtube ist wenn es danach geht sehr beliebt für Firmen, da man hier direkt das Feedback der Community beobachten kann. Beim Blog und Snapchat hat man diese Einsichtsmöglichkeiten nicht in diesem Maße. Facebook ist scheinbar irrelevant, da die User zu Instagram wechseln.

Was bringen Instagram, Snapchat & Co. im Vergleich zum Blog oder Youtube?

Aber ist es wirklich so? Sind die Social Media Channels wie Instagram, Snapchat und Co. tatsächlich am besten dafür geeignet, den für Firmen so wichtigen werbenden Effekt zu bewirken?

Ich stehe dem Ganzen ziemlich kritisch gegenüber. Auf der einen Seite kann ich es verstehen, dass Firmen gern direkt sehen möchten, was sie für ihr Geld erhalten. Value for money. Natürlich ist da ein Instagram Account, auf dem ganz klar die Anzahl der Follower, der Likes und der Kommentare steht eine super Hilfe. Aber wie hilfreich ist es, wenn man diesen Zahlen trotzdem nicht glauben kann?

Es ist ein offenes Geheimnis, dass es uns „Influencern“ ziemlich einfach gemacht wird unsere Zahlen bei Instagram zu schönigen. Bemüht man nur einmal Google, bekommt man direkt tausende Angebote qualitative Ghost-Follower für wenige Dollar zu kaufen, zudem kann man auch in Likes investieren oder die kostengünstige Like-App-Variante wählen. Zahlen sind super und jeder BWLer freut sich über sie, aber ich denke, dass man vorsichtig im Umgang mit ihnen sein sollte und sie zunächst immer kritisch hinterfragen muss.

Trotzdem erfüllen in puncto Wirkung von Werbung für Firmen Social Media Channels wie auch Blogs gleichermaßen ihre Ziele.

Ich persönlich denke, dass Blogs super dazu geeignet sind um Geschichten zu erzählen, den Leser mitzunehmen und auch mal ausführlicher einen Sachverhalt zu beleuchten. So eignen sich Blogbeiträge für Firmen vor allem dazu Produkte näher vorzustellen, wobei diese Reviews dann auch später noch in der Google-Suche auffindbar bleiben. Auf Blogs kann man ausführlich berichten, wertvolle Links setzen und eine stetige Plattform bieten.

Aber auch Social Media Channels haben ihre Stärken – so kann man die Follower noch näher mit auf eine Reise nehmen, baut eine engere Beziehung zur Community auf und nimmt sie live mit. Werbung kann hier durch gekonnte Produktplatzierung noch unauffälliger (möchte man das denn?) eingewebt werden und auf subtile Art und Weise können so Kaufentscheidungen mit beeinflusst werden.

Beide Wege haben ihre Vor- und Nachteile und ich denke, dass jeder hier genau abwägen sollte, was er denn wirklich möchte, welche Erwartungen er an eine Kooperation hat und welche Ziele er verfolgt.

Wie sehe ich die Sache mit der Relevanz von Blogs?

Ich persönlich denke nicht, dass ein Blog an Relevanz für einen Blogger verlieren kann. Wie so oft im Leben, kann man durch einen Blick auf die Vergangenheit so Einiges für die Zukunft lernen.

2004 entdeckte ich MySpace, der Werdegang meines Social Media Lebens begann. Im Jahre 2008 bin ich das erste Mal in Berührung mit Blogs gekommen, MySpace führte nur noch ein Randdasein. Damals war studiVZ das große Ding und die Fashionbloggerinnen Deutschlands (damals waren es übrigens viel weniger Fashionblogger als heute) bloggten tagtäglich so fröhlich vor sich hin – genau wie ich. 2010 gründete ich amour de soi, studiVZ habe ich gelöscht und Facebook war meine favorisierte Social Media Anlaufstelle. Heute schreiben wir das Jahr 2016, ich blogge noch immer, Facebook ist zwar noch da, jedoch verbringe ich meine Zeit lieber auf Instagram – die ersten wechselten jedoch schon von Instagram zu Snapchat, weil es ja das „große Ding“ sei. Die ersten finden nun aber auch schon wieder Snapchat uncool.

Ihr merkt sicherlich worauf ich hinaus möchte. Im Laufe der letzten 15 Jahre gab es einige Social Media Channels, aber würde man heute eine 15-Jährige fragen, könnte sie mit MySpace wahrscheinlich nichts mehr anfangen. Jede Generation hat ihre eigenen Ausdrucksformen, ihre Social Media Channels und Vorlieben – und die wechseln.

Genau deshalb finde ich den Blog oder auch einen Youtube Channel so immens wichtig. Hier können wir Blogger, Youtuber, Storyteller und Influencer uns ausleben, hochwertige Inhalte erarbeiten und eine (unsere) Geschichten festhalten. Wir entscheiden, wie lange unsere Inhalte sichtbar sind, ob wir sie nachträglich ändern wollen und wer sie sehen kann. Ein Blog ist für mich unabhängig von Trends, die Inhalte können bei Google gefunden werden (ein großes Hallo an die Nachhaltigkeit, denn wenn jemand schon nach einem speziellen Produkt googled, also sowieso schon ein gewisses Kaufinteresse an den Tag legt, und dann auf eine – für die Firma hoffentlich positive – Meinung stößt, wie groß ist da dann wohl letztendlich die Bereitschaft es zu kaufen?) und wir Blogger haben hier die Zügel komplett in der Hand.

Auf Plattformen wie Facebook oder Instagram wird die Sichtbarkeit stark eingeschränkt, als Konsument kann man nicht direkt nach Meinungen suchen (es sei dann man durchstöbert mühsam jeden Hashtag) und als Publisher darf man Unsummen in Werbung stecken, damit man überhaupt gesehen wird.

Es gibt gute Gründe dafür, weshalb die Relevanz von Blogs auch in Zukunft nicht sinkt. Ein größeres Problem sehe ich viel mehr darin, dass es mittlerweile vor allem im Bereich Fashion & Beauty so unglaublich viele Blogger gibt, dass die Verteilungskämpfe, wenn es dann um das Budget gewisser Marken und Agenturen geht, härter werden, aber das ist eine andere Geschichte.

Dies soll aber nicht heißen, dass man sich als Blogger nun von Social Media fern halten soll. Social Media ist wichtig, gerade auch für die Relevanz von Blogs, da man auf den verschiedenen Plattformen wunderbare Ergänzungen zu Bloginhalten liefern kann, seine Blogbeiträge anteasern kann und schließlich auch noch persönlichere Einblicke in das eigene Leben geben kann.

Wie so oft im Leben kommt es auf das richtige Maß an. Das Maß an Fleiß und Leidenschaft, das kleine Quentchen Glück. Der Spagat zwischen dem Social Media Leben und der richtigen Welt da draußen. Denn nichts ist schlimmer als sich selbst in schnöden Zahlen, affektierten und gestellten Fotos und gesellschaftlichem Druck zu verlieren.

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Wie siehst du das Thema „Relevanz von Blogs“?

Meinst du, dass klassische Blogs noch ihre Berechtigung haben?

Was ist für dich wichtiger, ein Social Media Auftritt wie Instagram oder Snapchat oder der klassische Blog?

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20 Kommentare

  1. 11. September 2016 / 11:14

    Liebe Tina,
    was das Wort bzw. die Berufsbezeichnung „Influencer“ betrifft, bin ich ganz bei dir!
    Grundsätzlich denke ich aber, dass der Blog weiterhin relevant bleibt. Natürlich reichen heutzutage auch Snapchat oder Instagram, um Menschen zu erreichen und ja, auch Geld zu verdienen. Aber wirklich etwas transportieren kann man dort nicht. Und ich beobachte doch vermehrt, dass erfolgreiche Instagrammer ab einem bestimmten Punkt auch immer einen Blog ins Leben rufen. Das kommt ja auch nicht von ungefähr…

    Aber das sind meine kurzen 5Cents zu diesem Thema 😉 Darüber sprechen und diskutieren könnte man vermutlich wochenlang.

    Ganz liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
    Emilie

    • Tina Carrot
      Autor
      16. September 2016 / 20:32

      Oh wie recht du hast – man könnte eine abendausfüllende Unterhaltung darüber führen! Deinen Ansatz finde ich aber sehr interessant, denn es stimmt, die meisten kommerziell erfolgreichen Instagramer starten auch ab irgendeinem Punkt einen Blog, das wird seine Gründe haben.

  2. 11. September 2016 / 17:26

    Liebste Tina,

    toller toller Artikel, ich kann wirklich jedes Wort unterschreiben. Natürlich sind Snapchat und Co wichtig, aber der Focus sollte eigentlich trotzdem auf dem Blog liegen.

    Liebe Grüße,
    Wakila

    • Tina Carrot
      Autor
      16. September 2016 / 20:33

      Vielen, vielen Dank, liebe Wakila! 🙂

  3. 12. September 2016 / 20:04

    Ein wirklich toller Artikel, habe ich mir wahnsinnig gern durchgelesen. Ich bin ehrlich gesagt sehr schlecht im Abschätzen von Trends – daher kann ich gar nicht sagen, ob Blogs mal irrelevant werden oder eine neue Social Media Plattform durchstartet. Aber ich habe das Gefühl, dass die Richtung in „wenig Text, viel Bild“ geht. Menschen lesen sich nur ungern lange Beiträge durch, da ist ein Foto für die kompakter und interessanter.
    Liebe Grüße!

    • Tina Carrot
      Autor
      16. September 2016 / 20:34

      Da hast du wahrscheinlich sogar recht – kein Wunder, dass auch Youtube so boomt, scheinbar ist es manchmal auch einfach schöner sich „ein wenig berieseln“ zu lassen.

  4. 12. September 2016 / 21:41

    Ich habe mich gerade spontan in deinen Blog verliebt. Ich vertrete 1zu1 deine These und ich musste so schmunzeln, denn Studivz hatte ich völlig aus meinem Gedächtnis verloren. Schön, jemanden mit der gleichen Einstellung zu finden. Toller Beitrag.

    XO Julia

    • Tina Carrot
      Autor
      16. September 2016 / 20:35

      Vielen lieben Dank für deine Worte! 🙂

  5. 13. September 2016 / 22:10

    Mit den Sozialen Medien hast du schon recht. Es macht keinen Sinn all seine Energie in eine Plattform zu stecken, denn alle sind sie vergänglich. Auch wenn momentan keiner daran denken mag, dass auch Instagram irgendwann out sein wird. Blogs halten sich da in der Tat schon was länger. Allerdings stelle ich mir die Frage, ob sie sich nicht vielleicht so lange gehalten haben, weil sie so lange gebraucht haben um ihren Höhepunkt zu erreichen. Immerhin kann man die Blog vom Anfang nicht mit denen von 2012 und die wiederum nicht mehr mit den Blogs von heute vergleichen. Ich stehe dem Thema Blog gerade etwas kritisch gegenüber, da ich nicht nur selber weniger Blogs lese, sondern auch an meinen Zahlen erkenne, dass es anderen Leuten auch so geht. Aber vielleicht liegt das nur daran, dass ich für mich andere Dinge entdeckt habe, während jüngere Generationen gerade erst dabei sind Blogs zu entdecken, und sie genau so lieben wie wir am Anfang? Dazu bedürfte es mal eine Studie 😉 Naja jedenfalls stimme ich dir zu, was die Vorteile von Blogs angeht. Nicht nur sie selber sondern auch ihre Inhalte sind langlebiger und tiefgründiger, und das allein ist ein Grund warum sie nicht so schnell verschwinden können. Es sein denn, jemand würde eine Alternative zu Blogs erfinden, die gleichwertig ist, aber was wäre das denn? Ich jedenfalls kann mir da nichts vorstellen, und solange ich das nicht kann, glaube ich weiterhin an die Zukunft von Blogs. Meinen jedenfalls werde ich noch weiterführen, solange Marken aktiv nach Bloggern, und nicht nach „Menschen mit Social Media Account“ suchen 😀
    xx

    • Tina Carrot
      Autor
      16. September 2016 / 20:39

      Super interessante Ausführungen zum Thema – und ich muss dir zustimmen in Bezug auf das Blogs lesen – ich lese ehrlich gesagt auch deutlich weniger als früher, denn man entwickelt sich ja auch selbst weiter, hat ein wenig mehr Zeit – aber ich glaube eben auch, dass man immer wieder Menschen mit dem Blog abholen kann, die gerade in einer Lebensphase sind, in der sie das geschriebene Wort sehr interessiert. Und gerade im Beauty-Bereich vertraue ich Blogs selbst sehr häufig anderen Bloggern und suche gezielt nach Themen – das machen bestimmt auch andere so. Bin gespannt, was es „nach“ den Blogs geben wird, oder vielleicht entwickelt sich neben Blogs und Youtube auch noch ein drittes Genre…wie hieß es im Lied? „Whatever will be will be“. 🙂

  6. Romi
    14. September 2016 / 2:55

    Hach mein Lieblingsthema 🙂 Ich sehe es wirklich *ganz* genau wie du: Mein Blog ist jetzt auch schon 5 Jahre alt und wird die einzige Konstante bleiben. Facebook stagniert, Instagram nervt und auf Snapchat bin ich erst gar nicht. Mein Blog aber hat immer mehr Besucher, jeden Monat – ich habe mich eben schon immer auf meine Inhalte konzentriert und diese ziehen bis heute die Leser auf meinen Blog, meist über Verweise von anderen Blogs und natürlich Google. Social Media? Nette Spielerei und eine von vielen Trafficquellen 😉

    Liebste Grüße
    Deine Romi

    • Tina Carrot
      Autor
      16. September 2016 / 20:40

      Kann ich auch in Bezug auf mich komplett so unterschreiben. 🙂

  7. 15. September 2016 / 12:50

    Ich glaube, es gibt kein wirkliches „Blogs vs. Social Media“, denn beide Plattformen treffen teils vollkommen unterschiedliche Zielgruppen.
    Blogs sind in Deutschland immer noch ein Nischenprodukte, ich studiere etwas mit Medien, doch keine Freundin von mir, liest wirklich Blogs. Viele stolpern eher zufällig über einzelne Beiträge, aber richtiger Leser scheint es wenige zu geben.
    Instagram und Facebook wird dagegen von fast jedem genutzt. Ein paar Bildern zu folgen ist weitaus einfacher als die Texte einer Person zu lesen.
    Ich denke, dass Werbung und generell Inhalte auf Social Plattformen mehr Leute erreicht, dafür ist das Involvement der Betrachter sehr niedrig. Blogleser haben dagegen ein sehr hohes Involvement, die Beiträge wirken authentischer und ich denke auch, dass der Werbeeffekt größer ist.

    Beste Grüße,
    Jana

    • Tina Carrot
      Autor
      16. September 2016 / 20:42

      Danke für deine Meinung zum Thema – ich stimme dir zumindest in Bezug auf „es gibt kein wirkliches Blogs vs. Social Media“ voll zu, da ich auch denke, dass Werbung auf den verschiedenen Kanälen teilweise eine andere Zielgruppe erreichen und auch andere Zwecke verfolgen.

  8. 17. September 2016 / 18:00

    Ich habe in letzter zeit auch oft den Satz gehört, dass Blogs bald aussterben werden, was ich persönlich auch total quatsch finde. Ich stimme dir vollkommen zu. Snapchat und Instagram ist alles schön und gut, aber wenn dann das nächste große Ding kommt ist es immer gut etwas zu haben, was bleibt und einem selbst gehört. Stell dir vor, was wäre, wenn es Instagram von heute auf morgen nicht mehr geben würde 🙂
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Tina Carrot
      Autor
      26. September 2016 / 10:01

      Ja, genau das ist meine Rede – es wird immer etwas Neues kommen! Der Blog bietet da eine Konstante.

  9. Andrea
    7. Oktober 2016 / 20:47

    Da ich selbst blogge, hat ein Blog für mich persönlich auch einen viel höheren Stellenwert als irgendein dahin gerotzter Snap auf Snapchat (einmal für 5 Minuten installiert, dann direkt wieder vom Smartphone genommen^^) oder ein paar bunte Bildchen auf Instagram.

    Ich denke aber leider, dass Blogs sich allgemein – gerade im Bereich Beauty – in den nächsten 2-3 Jahren nicht mehr wirklich oben halten können, wobei das dringend erforderlich wäre, denn dadurch, dass die Firmen ja so auf Followerzahlen achten – und wenn man diese mal analysiert, fast alles grob geteilt durch 2,3 oder (für FB, Insta, Twitter) gerechnet werden müsste, weil sehr viele Follower ja auf ALLEN oder fast allen weiteren Plattformen jemandem folgen, sind diese Zahlen doch gar nicht mehr aussagefähig im Grunde, aber da das jeder weiß, ist vermutlich auch bei vielen der Grund, dass sie sich so zackzack weitere Follower sichern (vom Kauf solcher Personengruppen mal abgesehen).

    Ich hoffe, die Unternehmen werden sich wieder mehr auf Blogs konzentrieren, auf denen ausführlicher über Produkte berichtet wird und auch der Austausch mit den Lesern diesbezüglich häufiger intensiver ausfällt, letztlich auch nachhaltiger ist, denn ein Blogarchiv bietet doch schon so einiges mehr als ein Instagram-Account mit irgendwelchen blöden Hashtags.

    „Influencer“ finde ich übrigens das lächerlichste Wort in diesem Jahr überhaupt 🙂 Ich kann Menschen, die sich selbst so bezeichnen, nicht für voll nehmen. Ich finde es eher beschämend, dass man sich selbst so etwas zuschreibt und es ist wahrlich keine Kunst, wenn man beliebt ist, Menschen für sich zu begeistern, das geschieht fast von alleine. Liebe Grüße

    • Tina Carrot
      Autor
      13. Oktober 2016 / 8:37

      Vielen Dank für deinen Kommentar – bezüglich deiner Aussage zu Beauty-Blogs; da würde ich dir ehrlich gesagt nicht unbedingt zustimmen, da Beauty-Blogs auch gerade für Google eine Große Rolle spielen, ich persönlich google die Produkte, die mich interessieren, immer zuerst auf Google bevor ich meine Kaufentscheidung treffe. Die gute Sichtbarkeit auf Google ist ein Punkt, den Snapchat, Instagram & Co. nicht bieten.

  10. 14. Mai 2017 / 14:03

    Hallo Liebes,
    ich kann wirklich jedes Wort genau unterschreiben! Sowas wie Instagram, Snapchat usw. ist zwar schön & macht Spaß,aber das ist wie bei Facebook.. in paar Jahren kommen wieder neue Social Media Channel und diese sind dann schnell beiseite geschoben. Bei Blogs ist das anders.
    Liebe Grüße, Nadine

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Hey – schön, dass du hier bist! Mein Name ist Tina, ich komme aus Düsseldorf und schreibe neben meinem Jurastudium über Mode, Beauty und Lifestylethemen. Wenn du mehr über mich, meine Liebe zur Mode oder meinen Blog erfahren willst, kannst du es in dem Bereich „Über Mich“ nachlesen. Bei Fragen, Anregung und Kritik kannst du mich unter dieser Mail-Adresse erreichen: info@amourdesoi.de