Outfit: Und manchmal fehlt einfach nur ein pinker Mantel

Wenn es darum geht, dass ich jemandem meine Geburtstagswünsche übersenden möchte, dann ist ein frommer Wunsch immer ganz oben mit dabei: Zufriedenheit. Innerlich ausgeglichen zu sein und nichts anderes verlangen als das, was man hat. Mit den gegeben Umständen einverstanden zu sein, ohne sich den Kopf über „Was-wäre-wenn…“-Gedanken zu zerbrechen.

In meinem mittlerweile 25jährigen Leben habe ich gelernt, dass es unheimlich wichtig ist wie man das Gegebene annimmt. Diese eigene Ansicht auf die gegebenen Umstände bestimmt unser Handeln, unsere Gedanken und auch unser persönliches Wohlbefinden. Durch eine innere Zufriedenheit blickt man positiver (nicht realitätsferner – denn positiv Denken bedeutet nicht gleich nur ganz naiv auf das Positive zu hoffen, sondern das Gute/Beste in Allem zu sehen!) auf die eigene Welt und ich habe schon lange für mich festgestellt, dass das Leben mit positiven Gedanken noch lebenswerter ist.

Und trotzdem ist die Unzufriedenheit bei vielen Menschen (und manchmal auch bei mir) allgegenwärtig. In meinem letzten Outfit habe ich euch schon verraten, dass ich in dieser Fastenzeit auf negative Gedanken verzichten möchte, aber manchmal ist das schon bei ganz alltäglichen Dingen leichter gesagt als getan. Was mich in puncto Unzufriedenheit die Tage mehr als schockiert hat und was ein pinker Mantel mit meiner persönlichen Zufriedenheit zu tun hat, könnt ihr hier in diesem Blogpost nachlesen.

SHOP THE LOOK & AFFILIATE LINKS

coat: Zara

top: Zara

jeans: Zara (similar here)

pumps: Sacha Shoes

bag: Fendi (find the small version here)

scarf: Gucci

sunnies: Prada

Aktuell bin ich in Bezug auf mein Studium sehr eingespannt und verbringe viel Zeit in Kursen, statt bei mir zu Hause im Home Office (wobei ich sagen muss, dass ich hier ganz besonders effektiv lernen kann). Im Gegensatz zum letzten Jahr verbringe ich aus diesem Grund viel mehr Zeit draußen und bekomme immer mal wieder Gesprächsfetzen mit, die mich eigentlich nicht weiter interessieren. Aber ein Gespräch ließ mich dann irgendwo doch nicht kalt.

„Hier schau mal, die macht das ständig! Hier siehst du noch richtig, wie sie sich dünner gemacht hat – das war im Urlaub. Jetzt macht sie das ein wenig professioneller, sodass man es nicht direkt sieht. Und deine Sommersprossen wirst du so auch los. Einfach ein wenig wischen und deine Sommersprossen sind weg, dann noch einen Filter drüber und niemand erkennt, dass du da was gemacht hast!“ – „Das muss ich auf jeden Fall mal ausprobieren, bisher habe ich mir nur meine Zähne damit aufgehellt. Und das Ergebnis war so schön! Ich würde meine Zähne auch so gern mal bleachen, wie mach das bloß all diese Hollywood-Stars? Die müssen sie ja ständig bleachen!“ – „Ach, die haben doch ein Gebiss.“ – „Ja, so ein Hollywood-Gebiss brauche ich nach dem Studium auch…“ – und ich saß nur daneben und wunderte mich.

Das Gespräch war nicht das von zwei jungen Teenagern, wie nun vielleicht erwartet. Zwei Frauen, so um die 30, haben die „Vorzüge“ von Apps wie Facetune entdeckt, musterten kritisch den Instagram-Channel einer Bekannten und philosophieren darüber, ob sie sich nach dem Studium ein Gebiss anschaffen werden. Wohlgemerkt ein Gebiss, was augenscheinlich absolut nicht notwendig ist – ich bin nun keine Zahnmedizinerin, aber von der Seite aus betrachtet sahen die Zähne voll in Ordnung aus.

Worauf ich aber eigentlich hinaus möchte: ich kann es irgendwie nachvollziehen, wenn junge Menschen dieser ganzen Social-Media-Scheinwelt erliegen und wahnwitzige Vorstellungen über Schönheitsideale kreieren. Das ist nicht positiv, macht uns Menschen auch in vielerlei Hinsicht krank – aber es ist eine Entwicklung, die ich schon oft bei vielen Gelegenheiten beobachten konnte. Was mir aber vollkommen schleierhaft ist: warum erwachsene Frauen (die objektiv allen gängigen Schönheitsidealen entsprechen, die mir nun auf den ersten Blick einfallen würden) auf diesen Zug aufspringen. Wahrscheinlich wird es mit dem Stichwort „Zufriedenheit“ zusammenhängen, schlechten Erfahrungen, die man vielleicht mal gemacht hat oder auch dem Medienkonsum, der uns alle irgendwie doch ein wenig verändert.

Auch ich selbst bin viel zu oft unzufrieden (in meiner letzten Kolumne zum Thema „#CoupleGoals“ habe ich euch da einen kleinen Einblick gewährt), aber trotzdem versuche ich dabei mich nicht von jeglicher Realität zu entfernen. Und gerade auch aktuell bemühe ich mich den positiven Gedanken den Vortritt zu überlassen – und ich sag‘ euch eins: bei dem aktuellen Wetter fällt mir das auch eindeutig leichter!

Um nun die Brücke zu meinem heutigen Look zu schlagen: voller Unzufriedenheit blickte ich vor einigen Wochen auch in meinen eigenen Kleiderschrank. Auf Instagram (wie war das eben noch mit Social Media?) sah ich schon vor einigen Monaten einen traumhaften Mantel in pink. Eigentlich ein Wollmantel, aber dafür ist es aktuell zu warm. Ab diesem Zeitpunkt stand ein pinker Mantel ganz hoch bei mir auf meiner Wunschliste (die ja auch irgendwie ein Spiegelbild unserer eigenen modischen Unzufriedenheit ist) und ich konnte mein Glück kaum fassen, als ich dann vor einigen Wochen mein Traumstück bei Zara fand.

Mein pinker Mantel ist das Herzstück meines heutigen Looks, der doch schon ein klein wenig frühlingshaft anmutet, oder? Ich griff zwar hauptsächlich auf die Nicht-Farben Schwarz und Weiss zurück, jedoch ist der Mantel genau das, was ich mir gewünscht habe: ein herrlicher Eye-Catcher. Manchmal ist Unzufriedenheit vielleicht ja auch doch nicht ganz so schlecht, zumindest wenn es der Ansporn ist, unser Leben in eine positive Richtung zu lenken.

Fehlt euch vielleicht auch noch ein pinker Mantel?

Was steht noch auf eurer Frühlings-Shoppingliste?

Seid ihr generell ein zufriedener Mensch?

Was fehlt euch noch zu eurem Glück?

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20 Kommentare

  1. 29. März 2017 / 21:32

    Liebes, ich finde den Gedanken hinter deinem Beitrag mal wieder wunderbar! meiner Meinung nach hast du absolut recht, wir sind viel zu oft unzufrieden und meistens besteht dafür wohl gar kein Grund, denn es geht uns hier doch so gut. und wenn uns doch etwas stört, dass zu Unzufriedenheit führt, dann müssen wir eben die Energie und den Mut aufbringen etwas zu ändern 🙂

    ich finde auch deinen Look mal wieder herrlich und beschreibt damit genau meine aktuelle Gemütslage für Fashion: eine gediegene Grundlage aus schwarz und weiß, manchmal grau, die von einem ganz besonderen Eycatcher durchbrochen wird. wieder einmal schaust du großartig aus!!!

    und PS: ich lerne auch am liebsten am heimische Schreibtisch. an der Uni habe ich das Gefühl nie meine Ruhe zu haben, während zuhause gerade mal die Vögel zum Fenster hereinzwitschern 🙂

    ganz viel Kraft für die Uni und Lernen und noch eine wundervolle Woche dir meine liebe Tina!
    ❤ Tina

    • Tina Carrot
      Autor
      9. April 2017 / 23:42

      Liebe Tina, vielen Dank für deine lieben Worte! 🙂

  2. 30. März 2017 / 5:48

    Hey Tina, jeder hat mal was zu meckern. Das ist auch gar nicht schlimm. Grundsätzlich würde ich mich als sehr zufrieden bezeichnen. Klar, es gab einige Schicksalsschläge und natürlich läuft nicht jeder Tag wie am Schnürchen. Aber grundsätzlich ist alles super. Anderen geht es viel schlechter und oft vergisst man, wie zufrieden man eigentlich sein kann. Manchmal lässt man es vielleicht nur nicht zu.
    Das mit den Mädels ist wirklich ein Ding. Ich denke schon, dass sie wissen, dass es nicht echt ist. Nur kann ich sie ein wenig verstehen. Ich würde mir jetzt kein Gebiss zulegen etc., aber jeder wünscht sich doch auch im echten Leben ein wenig „Facetune“. Ich bin mit mir total zufrieden, aber ich würde auch etwas verändern. Ein paar Mimikfalten mit Botox füllen, Zähne aufhellen, Nase etwas zierlicher, Wannenknochen betonter. Ich würde niemals eine Schönheitsop machen lassen. Ich will nur damit sagen, dass wohl jeder solche Gedanken hat…

    • Tina Carrot
      Autor
      9. April 2017 / 23:45

      Also bei denen war ich mir schon ziemlich sicher, dass sie es auch wirklich so meinen…aber im Prinzip hast du recht, man ist auch mit sich selbst nicht immer 100%ig zufrieden, aber gerade da sollte man an die eigene Selbstliebe appellieren – ich finde dich übrigens ganz wundervoll! 🙂

  3. 30. März 2017 / 9:53

    Wow, ein toller Look! Dein Mantel gefällt mir total gut :-*

    viele liebe Grüße
    Melanie

    • Tina Carrot
      Autor
      9. April 2017 / 23:45

      Danke dir, liebe Melanie! 🙂

  4. Melanie
    31. März 2017 / 10:18

    Toller Mantel das mal ganz zuerst 😉

    Dann muss ich sagen ist es sicher normal das jeder mal unzufrieden ist aber ich finde das hat man gar nicht nötig, du besodmers nicht liebe Tina.
    Klar wollen wir alle perfekt sein aber eben genau unsere kleinen Fehler machen uns erst perfekt. Auch wenn wir das meistens erst später bemerken oder einfach nie bemerken, aber andere lieben vielleicht genau diese kleinen Dinge an uns die wie selbst bemängeln

    Liebe Grüße
    Melanie

    • Tina Carrot
      Autor
      9. April 2017 / 23:46

      Danke dir für das liebe Kompliment, liebe Melanie! 🙂

  5. 31. März 2017 / 11:09

    Erstmal ein wunderschöner Look. Der pinke Mantel ist wirklich ein Traum und steht dir total gut. Ich habe mich gerade ein wenig in deine Sonnenbrille verliebt <3 Die ist aber auch so was von hübsch 😉
    Ich würde mich auch als einen sehr zufrieden Menschen bezeichnen. Sicherlich gibt es manchmal Momente oder Tage die nicht so gut Laufen.
    Ich kann die Mädels irgendwie auch ein wenig verstehen. Zwar möchte ich mich nie unters Messer legen, aber meine Zähne ein wenig aufhellen lassen, habe ich mir ehrlich auch schon überlegt. 🙂

    Liebe Grüße Martina

    • Tina Carrot
      Autor
      9. April 2017 / 23:47

      Ja, ich denke auch, dass wir alle solche Gedanken kennen – aber es ist wichtig nicht die Realität aus den Augen zu verlieren. Und danke dir für deine lieben Worte! 🙂

  6. 31. März 2017 / 17:03

    Oh wow ich liebe einfach deinen Look und die Fotos sind der Hammer.
    Wünsche Dir einen tollen Freitag.
    Liebe Grüße Lisa <3

    • Tina Carrot
      Autor
      9. April 2017 / 23:47

      Danke dir, liebe Lisa! 🙂

  7. 3. April 2017 / 19:52

    Schöner Look liebe Tina! Der rosa Blazer ist echt ein besonderer Hingucker <3

    Leider üben die sozialen Medien und das falsche Leben, das dort von vielen gezeigt wird, einen ungeheuren Druck aus… Ich glaube da ist dann auch das Alter egal, sondern es kommt auf die eigene Stärke an um damit umgehen zu können und das Einschätzen der Situation und der Medien.

    Fühl dich gedrückt,
    Emilie

    • Tina Carrot
      Autor
      9. April 2017 / 23:48

      Vielen Dank für deine lieben Worte und ja, da ist es mir auch aufgefallen, ich hätte es ja vorher wirklich eher als Teenager-Problem abgetan, aber für Selbstzweifel gibt es wohl kein Alter…

  8. 6. April 2017 / 11:06

    Da mache ich mir Sorgen um meine Teenager-Nichte, weil sie jetzt auch auf IG umtriebig ist und denke mir, dass sie noch viel zu jung ist, um eben zu begreifen, dass solche Bilder nie die Realität zeigen, dass man eine gewisse Reife durch Alter braucht, um das zu durchschauen und dann lese ich deine Worte, tja, falsch gedacht, offensichtlich ist das keine Altersfrage, traurig eigentlich, oder. Aber umso wichtiger sich wie du auf positive Gedanken zu konzentrieren und auf die kleinen und auch größeren Freuden im Leben, wie ein pinker Mantel. Schöner Gedankenanstoß du Liebe, allerliebste Grüße, x S.Mirli!

    • Tina Carrot
      Autor
      9. April 2017 / 23:50

      Danke dir, liebe Mirli! Und alles Liebe an deine Nichte – ich glaube bei der tollen Tante musst du dir da gar keine Sorgen machen. 🙂

  9. 7. April 2017 / 18:33

    Ein schöner Look, meine Liebe. Der pinke Mantel steht dir ausgezeichnet :).
    Ich habe für diesen Frühling noch gar nicht wirklich geshoppt und irgendwie habe ich bis gerade eben auch die Shopping Week vergessen. Mal sehen, ob ich heute Abend noch dazu komme.
    Ich würde mich selber als neutralen Menschen bezeichnen. So richtig Grund habe ich ja nicht, trotzdem finde ich öfter mal etwas zu meckern. Aber ich denke, das ist auch okay. Es läuft halt nicht immer wie am Schnürchen.
    (Jetzt fällt mir gerade dieser Spruch ein: „Wie läufts bei dir? Läuft! Zwar rückwärts und bergab, aber läuft!“ :-D)

    Ich finde es schon ziemlich erschreckend, dass sich zwei scheinbar Erwachsene Frauen so unterhalten. Man kann es nun auch übertreiben. Klar, so ein bisschen Bearbeitung ist nun wirklich nicht schlimm, solange man die Kirche im Dorf lässt. Was bringt es, Sommersprossen zu retuschieren? Die sind nun mal da und werden es auch bleiben.
    „Damals“ war das noch nicht so, oder? Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mit 16 meine Fotos bearbeitet habe.

    Liebste Grüße
    Jane

    • Tina Carrot
      Autor
      10. April 2017 / 12:41

      Liebe Jane,

      ja, genau das finde ich ja auch so verwunderlich – ich meine, klar, man hat immer etwas, mit dem man nicht so zufrieden ist. Aber man sollte die Kirche auch einfach mal im Dorf lassen und sich so akzeptieren zu lernen, wie man ist – denn sich selbst zu lieben ist der Anfang einer lebenslangen Romanze!

      Vielen Dank auch für deine lieben Worte! 🙂

      Ganz liebe Grüße,
      Tina

  10. 9. April 2017 / 0:57

    Wenn ich das so sehe, dann denke ich mir dass ich doch auch dringend einen pinken Mantel brauche 🙂

    Liebst,
    Andrea

    • Tina Carrot
      Autor
      9. April 2017 / 23:51

      Auf jeden Fall – würde dir auch super gut stehen! 🙂

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