Im Fakten-Check: Die größten Mythen zum Thema Sonnenschutz

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Was ein Sommer! Das Jahr 2018 wird definitiv in die Geschichte eingehen als heißester sowie auch zeitgleich schönster Sommer des Jahrzehnts. Ich erinnere mich noch lebhaft an das Jahr 2004, in dem es ähnlich heiß war – aber dieses Jahr war es dann doch noch einmal eine Schippe schöner, wärmer und fast schon tropisch!

Passend dazu (und nachdem ich euch im letzten Jahr Tipps zum Thema Sonnenschutz mitgegeben habe) möchte ich heute im Fakten-Check einige Mythen zum Thema Sonnenschutz aufklären. Mir persönlich ist Sonnenschutz sehr wichtig (auch im tiefsten Winter verlasse ich nie ohne den richtigen LSF das Haus!) und so möchte ich gern mit einigen Mythen abrechnen, die sich leider eisern halten.

Gerade da ich so penibel auf den Sonnenschutz achte, treffe ich in meinem Umfeld immer wieder auf die abstrusesten Mythen zum Thema Sonnenschutz. Solariumbesuche als Vorbereitung auf den Urlaub, im Schatten wird man nicht braun und nach Rot kommt Braun? Scheint so, als ob Viele vielleicht noch ein klärendes Gespräch mit ihrem Hautarzt führen sollten. Für’s Erste räume ich aber nun erstmal mit den gängigsten Mythen zum Thema Sonnenschutz auf – ich hatte nämlich schon Mehrere von dieser Sorte.

Ist ein Besuch im Solarium die richtige Vorbereitung auf den Sommerurlaub?

Wer auch immer dieses Märchen verbreitet – es ist hemmungslos gelogen! Bräune schützt vor den schädlichen UV-Strahlen ganz und gar nicht – zudem raten Hautärzte auch generell von einem Besuch im Solarium ab. Wer sich auf den nächsten Urlaub (oder das Sonnenbad) vorbereiten möchte, sollte viel eher spezielle Präparate nehmen, die vor allem Sonnenallergiker ein wenig auf die Sonne vorbereiten.

Ich bin ein dunkler Typ, da brauche ich keinen Sonnenschutz.

Es stimmt zwar, dass die Eigenschutzzeit der Haut je nach Hauttyp (wobei man auch auf Haarfarbe und Augenfarbe schauen muss) variiert, jedoch ist ein etwas dunklerer Teint keine Ausrede dafür, um gänzlich auf den Sonnenschutz zu verzichten. Bezüglich der Eigenschutzzeit eurer Haut wendet ihr euch beim nächsten Arztbesuch am besten direkt an euren Hausarzt, der diese verlässlich bestimmen kann.

Der Lichtschutzfaktor lässt sich doch beliebig oft addieren – so kann man den ganzen Tag in der Sonne verbringen!

Das stimmt leider gar nicht! Generell ist es so, dass wir meistens sowieso nicht den angegebenen Lichtschutzfaktor erreichen, weil wir uns viel zu wenig eincremen. Normalerweise sollte die Esslöffel-Regel pro Körperteil (je Arme, Beine, Rücken, vordere Partie) gelten. Davon abgesehen gilt der Lichtschutzfaktor nur einmalig – und trotzdem sollte man sich immer wieder nachcremen, denn durch Schwitzen oder das Schwimmen kann es sein, dass sich die Sonnencreme abwäscht.

Das bisschen Sonnenbrand – danach wird es schön braun!

Zwar stimmt Letzteres, irgendwann kommt die Bräune, jedoch erhöht jeder Sonnenbrand das Hautkrebsrisiko. Gerade auch zu Beginn der wärmeren Jahreszeit im Frühjahr verschätzt man sich häufig und sollte so am besten ganzjährig zu einem Lichtschutzfaktor greifen.

Während der Autofahrt braucht man doch keinen Sonnenschutz!

Um ganz ehrlich zu sein würde ich mich für eine Kurzstrecke nun auch nicht extra eincreme, jedoch ändert sich dies definitiv bei einer langen Strecke! Zwar filtert die Windschutzscheibe die UVB-Strahlen, die schädlichen UVA-Strahlen gelangen jedoch trotzdem zu unserer Haut.

Mit einem hohen Lichtschutzfaktor wird man nicht braun!

Ein modernes Ammenmärchen! Sofern man nicht zu einem waschechten Sunblocker greift, wird man auch mit einem hohen Lichtschutzfaktor (ich benutze meistens LSF 50) braun – und schützt seine Haut trotzdem vor den schädlichen UV-Strahlen und der Hautalterung. Mittlerweile sind die Texturen übrigens auch so gut, dass es absolut keine Ausrede mehr benutzt auch zu einem hohen Lichtschutzfaktor zu greifen.

Man sollte nach jedem Sommer die Sonnencreme wegwerfen, weil sie im nächsten Jahr nicht mehr wirkt.

Wie so oft im Leben: es kommt darauf an! An sich kann man sich ziemlich verlässlich auf das Mindesthaltbarkeitsdatum stützen, sofern man die Sonnencreme gut lagert. Extreme Temperaturschwankungen (wie beispielsweise im Handschuhfach) mag Sonnencreme nämlich gar nicht. Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sollte man sich an den üblichen Anzeichen orientieren (Hat sich die Textur verändert? Wie ist der Duft?), was man aber nicht sieht: der Lichtschutzfaktor wird wahrscheinlich gesunken sein. Ob man das Risiko nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch eingehen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Im Schatten wird man sowieso nicht braun!

Das hat auch meine Mama immer gesagt – bis sie einmal im Schatten Kroatiens einen ganz fürchterlichen Sonnenbrand bekam. Dass man im Schatten nicht braun wird, ist ein Trugschluss. Trotz vermeintlichem Schatten kommen noch immer 60% bis 80% der schädlichen UV-Strahlen bei uns an. Also bitte auch im Schatten eincremen!

Nach dem ersten Sonnenbrand muss ich mich nicht mehr mit Sonnencreme eincremen, die Haut hat sich daran gewöhnt!

Fehlanzeige! Es stimmt zwar, dass sich die Haut durch UVB-Strahlung ein wenig „verdickt“, sodass nach drei Wochen Sommerurlaub in der Sonne ca. ein LSF von 6 erreicht wird, jedoch genügt dies bei Weitem nicht, um sich effektiv vor den schädlichen Sonnenstrahlen zu schützen. Deswegen sollte man an keinem Sonnentag den Lichtschutzfaktor vergessen – ich persönlich trage an den sichtbaren Stellen (Gesicht, Hals, Hände) sogar täglich einen Lichtschutzfaktor auf.

After-Sun-Produkte sind überflüssig und nur Geldmacherei!

Ganz und gar nicht! Wer gern den Sonnenanbeter spielt, sollte ihm Nachgang auf keinen Fall auf ein geeignetes After-Sun-Produkt verzichten. Gerade nach einem ausgiebigen Sonnenbad benötigt die Haut viel Feuchtigkeit. After-Sun-Produkte gehen diesem Verlangen nach und je nach Produkt enthalten sie auch spezielle Enzyme, die gegen durch UV-Strahlen verursachte Hautschäden angeht.

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Hand auf’s Herz: an welche Mythen zum Thema Sonnenschutz habt ihr geglaubt?

Achtet ihr auf euren Sonnenschutz?

Nutzt ihr ganzjährig einen Lichtschutzfaktor?

Greift ihr lieber auf mineralische oder nicht mineralische UV-Filter zurück?

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1 Kommentar

  1. 12. Oktober 2018 / 11:09

    Hey,
    das hast du schön zusammengetragen und vor allem sehr informativ. Danke!
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünsche ich dir!

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