Outfit: Über Seltenheiten wie die richtige Hilfe und Perlen

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Im letzten Outfit habe ich noch davon geschwärmt: dem ganz besonderem Licht im goldenen Oktober! Obwohl ich euch auch heute einen Look mit diesem herrlichen Licht zeige, verbüßt es nichts von seiner Seltenheit ein. Zwar haben wir die Outfits jeweils an zwei unterschiedlichen Tagen eingefangen, jedoch hatten wir hier einfach großes Glück – fast so, wie wenn ein Taucher Perlen findet.

Denn manche Dinge haben tatsächlich einen Seltenheitsfaktor. Mag es die große Liebe sein, die man wahrscheinlich nur einmal im Leben findet. Die richtige Hilfe, gerade dann, wenn man sie braucht. Oder auch ganz plakativ das unglaubliche Sale-Schnäppchen, was man sich nicht einmal zu träumen gewagt hat. Seltenheit versprüht immer einen gewissen Reiz – wieso sollte es auch sonst für quasi alles im Leben besondere Sammler geben, die beispielsweise horrende Summen für Briefmarken oder ganz besondere Sneaker zahlen.

Wieso die richtige Form der Hilfe eine Seltenheit ist, die eigentlich viel öfter stattfinden sollte, verrate ich euch in meinem heutigen Beitrag – zudem zeige ich euch auch, wie man Perlen auch in alltägliche Outfits integrieren kann.

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SHOP THE LOOK & AFFILIATE LINKS:

camel coat: H&M

oversized sweater: H&M (in a different color)

jeans: Zara

shoes: (thanks to) Reebok

bag: Coccinelle

sunnies: Prada

watch: Marc by Marc Jacobs

rings: Pandora & Swarovski

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Erst gestern las ich einen Eintrag im Nettwerk von Düsseldorf und war sehr gerührt. Eine Studentin liegt aktuell im Krankenhaus und hat eine ältere Dame im Krankenhaus neben sich liegen, die heute zusammen mit ihrem Ehemann ihren 42. Hochzeitstag feiert. Der Kontakt zu den Kindern ist relativ schwierig und der Ehemann wohnt in Bochum. Auto fahren kann er aufgrund seines hohen Alters nicht mehr und die Rente reicht nicht aus um eine Taxi-Fahrt hin und zurück zu bezahlen. Auf diesem Wege wollte die Studentin jemanden finden, der den älteren Herrn abholt und wieder wegbringt, sodass beide zusammen ihren 42. Hochzeitstag feiern können.

Nach einigen Stunden fand sich eine Lösung und die ältere Dame wird wahrscheinlich gerade jetzt so überrascht werden, dass sie aus allen Wolken fällt. Allein der Gedanke daran macht doch unglaublich glücklich, nicht wahr?

Schön zu sehen, dass in Zeiten von schlechten Nachrichten, mit denen wir tagtäglich konfrontiert sind, auch trotzdem noch Raum für Gutes ist. Für die richtige Form der Hilfe. Für Nächstenliebe. Die richtige Form der Hilfe trifft genau ins Schwarze, hilft dort, wo Hilfe von Nöten ist. Es ist ein wenig wie mit der Liebe – man liebt oft so, wie man glaubt, dass das Gegenüber geliebt werden will – aber damit das Gegenüber sich geliebt fühlt, muss es doch so geliebt werden, wie es geliebt werden will.

Vielleicht müssen wir hier alle einfach ein wenig mehr Empathie zeigen, mit mehr Verständnis auf unsere Mitmenschen zugehen – denn wer weiß, vielleicht wird auch uns irgendwann einmal genau so geholfen, wie wir es uns wünschen würden? Hilfe insgesamt sollte auf jeden Fall nicht zur Seltenheit avancieren, sondern Teil unserer aufrichtigen und lebendigen Gesellschaft bleiben.

Im Gegenteil dazu sind Perlen (abgesehen von Zuchtperlen) eine Rarität der Natur, die ebenfalls eine fast magische Aura ausstrahlt. Schon seit Jahren bin ich ein großer Fan von Perlen und trage fast durchgängig Perlenohrringe, die einfach immer elegant aussehen. Im heutigen casual Look spielen Perlen auch eine übergeordnete Rolle – jedoch nicht nur sichtbar als Kette, die alle Blicke auf sich zieht.

Ganz subtil trage ich auch an meinen Füßen eine perlige Besonderheit: die aktuelle Special Edition von Reebok! Passend zum Herbst wurden die Reebok Classics als „Classic Pearls“ gelauncht und bilden damit einen wahrhaftigen Eye-Catcher in unserer Herbstgarderobe. Der Perlmuttschimmer ist ein schöner Kontrast und relativ unauffällig-auffällig, so im vergleich zum klassischen Reebok Classic. Meine letzten Classics habe ich relativ sportlich kombiniert, bei diesem Look wurde es ein wenig eleganter – und trotzdem noch schön casual und tragbar.

Neben den Perlendetails mag ich besonders die Kombination von Oversize-Kaschmirpullover (herrlich warm!) und destroyed Jeans. Dazu habe ich wohl das Thema des vergangenen Herbst aufgegriffen: Camel Coat und Sneaker.

An den Fingern seht ihr hier jede Menge silberne Details (ich habe ja schon erwähnt, dass ich Silber für mich entdeckt habe), darunter auch meinen neusten Kauf, der Ring von Swarovski. Durch das gebogene Design, die kleinen Steinchen und das kühle Silber wirkt er ganz besonders und wird auf jeden Fall auch in meinen nächsten Looks zu sehen sein (obwohl er ein klein wenig unbequem ist).

Wann habt ihr das letzte Mal einem Mitmenschen geholfen?

Glaubt ihr an Karma?

Wie gefällt euch mein casual Look?

Seid ihr ein Freund von Perlen?

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17 Kommentare

  1. 13. Oktober 2016 / 11:31

    So ein wunderschöner Beitrag, the golden hour, ich liebe dieses Licht und deinen Look, wiedermal genau mein Geschmack, aber noch mehr liebe ich deine Worte. Die Geschichte mit dem älteren Ehepaar hat mich gerade fast zu Tränen gerührt, ich bin bei sowas immer extrem sensibel, so ein schönes Beispiel, das einfach hoffen lässt, leider werden viel zu oft nur über schlimme Momente berichtet.

    Mein letzter Moment, der mich dann selber zu Tränen gerührt hat, war ein Erlebnis in London. Mein Mann und ich waren zum Lunch im Pub, als ein etwas zerlotteter Mann hereinkam und nach etwas zu essen gefragt hat, allerdings wurde er wieder fortgeschickt, ich habe mich plötzlich so schrecklich gefühlt, wie ich da vor meinem vollen Teller sitze, eigentlich ohne Hunger, weil ich gerade erst groß gefrühstückt hatte und konnte nicht zusehen, wie neben mir jmd Hunger leidet, also ist mein Mann im nachgelaufen und hat im ein paar Pfund zugesteckt, damit er sich was zu essen kaufen kann und kurz darauf kam er wieder ins Pub und hat sich Fish&Chips bestellt ud als er die dann gegessen hat und zu uns geschaut hat, ich bin so in Tränen ausgebrochen (wie jetzt gerade wieder) und ich glaube im Endeffekt habe ich mir damit fast den größeren Gefallen getan, weil helfen einfach so gut tut und ich hoffe, dass dein Beitrag viele zum Nachdenken anregt, man kann auch mit kleinen Gesten großes bewirken. Alles Liebe und allerliebste Grüße, x S.Mirli

    • Tina Carrot
      Autor
      18. Oktober 2016 / 10:54

      Vielen, vielen Dank für deine lieben Worte, das freut mich wirklich sehr! 🙂

  2. Melia Beli
    13. Oktober 2016 / 16:26

    Dieses gewisse Indian Summer-Licht ist so wunderschön und du hast es perfekt eingefangen auf den Fotos! Deine Kombi gefällt mir irre gut, ich als großer Perlen-Fan kann davon gar nicht genug bekommen und liebe das dezente Glitzern dieser wunderschönen Rarität. Ich versuche immer mit offenen Augen durch den Alltag zu gehen und meine Hilfe dort anzubieten, wo sie gebraucht wird. Leider hatte ich nicht nur einmal eine unschöne Situation, wo ich mir damals gesagt habe, dass ich never ever meine Hilfe anbieten werde, aber das habe ich ganz schnell über den Haufen geworfen, da diese Fälle Einzelfälle sind und ich sie einfach abhaken muss. Einer älteren Dame ist einmal an der Kasse ihr Portemonnaie runtergefallen und ihr gesamtes Geld ist auf den Boden gekullert – es waren gefühlt an die hundert Münzen. Ich habe mich sofort gebückt und wollte aufsammeln helfen, da schreit sie los „Hilfe! Helfen Sie mir! Das Mädchen beklaut mich!“. Ich war so geschockt und hätte am liebsten alle Münzen wieder auf den Boden geschmissen, denn ich kam mir so schlecht vor, dass sie mich des Diebstahls bezichtigt und ich noch so nett bin und helfe. Habe ihr wortlos die Münzen gegeben und nur enttäuscht geschaut. So undankbar wie sie auch war, in einer anderen Situation kriegt man den dreifachen Dank zurück und das ist mir auch schon oft passiert – von einer Umarmung bis hin zum Angebot mir Geld zu geben für meine Hilfe (bei letzterem habe ich der Dame einfach nur mein Handy geliehen und trotzdem war sie ur dankbar!). Etwas Gutes zu tun ist das schönste Gefühl auf der Welt!

    Allerliebst
    Melia Beli

    • Tina Carrot
      Autor
      18. Oktober 2016 / 10:56

      Wie fürchterlich – aber gerade das letzte Beispiel zeigt ja dann doch, dass sich Hilfe trotzdem auszahlt. Deswegen finde ich, dass man sich trotzdem immer für das Helfen entscheiden sollte. Danke dir auch für deine lieben Worte! 🙂

  3. 13. Oktober 2016 / 18:50

    hey, was für eine schöne geschichte mit dem 42. hochzeitstag, einfach toll und rührend!
    die perlenkette mag ich sehr, vor allem weil es echt perlen sind, hat sie etwas ganz besonderes an sich.
    liebste grüße!

    • Tina Carrot
      Autor
      18. Oktober 2016 / 10:56

      Danke dir! 🙂

  4. 14. Oktober 2016 / 8:55

    Das ist wirklich ein tolles herbstliches Outfit. Ich mag diese „Lagen“-Looks im Herbst sowieso total 🙂 Auf jeden Fall würde das Outfit perfekt zu meinen Flechtfrisuren passen ^^

    Lg, Mny

    • Tina Carrot
      Autor
      18. Oktober 2016 / 10:57

      Danke dir, du Liebe! 🙂

  5. 14. Oktober 2016 / 11:39

    Die Sneakers passen so schön zu diesem Look, toll!

    • Tina Carrot
      Autor
      18. Oktober 2016 / 10:57

      Vielen, vielen Dank! 🙂

  6. 16. Oktober 2016 / 18:51

    Das Licht ist tatsächlich wunderschön auf deinen Bildern! So ein schöner Look 🙂
    Und ja, ich glaube an Karma. Ich habe es schon oft genug erlebt 🙂
    xo,
    Louisa

    • Tina Carrot
      Autor
      18. Oktober 2016 / 10:58

      Danke dir! 🙂

  7. Sandra
    18. Oktober 2016 / 15:47

    Liebe Tina, habe es endlich wieder an den PC von meinem Mann und seiner schrecklichen Tastatur geschafft, sonst könnteich dir leider keinen Kommentar schreiben.

    Dein sehr persönlicher Post ist dir wirklich gelungen. Dein Outfit ist so schön kombiniert. Ich habe früher so so oft Perlen und Perlohringe getragen, so dass ich sie dann für mich über hatte. Aber an anderen gefallen sie mir nach wie vor sehr gut.

    Ich glaube an so etwas wie Karma. Schwer zu erkären. Es gibt keine Zufälle. Wasich oft erlebt habe ist dies: Man möchte ein Projekt/ Kauf/o.ä. unbedingt machen und immer gibt es neue Schwierigkeiten, die sich einem in den Weg stellen. Ich bin ja mehr der Kämpfer Typ und musste lernen, dass alles, was man mit viel Anstrenung letztlich erzwingt,am Ende kaputt geht oder das falsche Projekt war. Lässt man rechtzeitig los, öffnet sich kurze Zeit eine neue Tür. Ganz unverhofft und alles (fast) gelingt. Man muss etwas wollen, aber nicht zu arg oder verbissen.

    lg

    Sandra

    • Tina Carrot
      Autor
      21. Oktober 2016 / 9:35

      Liebe Sandra,

      vielen Dank für dein Kommentar – auch wenn es dir bezüglich der Technik ein wenig schwerer gefallen ist! Auch ich habe schon solche Erfahrungen gemacht – manche Dinge sollen einfach nicht sein und das ist dann meistens auch gut so. 🙂

  8. 21. Oktober 2016 / 21:50

    Ganz große Liebe für deine Tasche – die sieht richtig genial aus!

    XX aus Nürnberg
    Jecky

    • Tina Carrot
      Autor
      23. Oktober 2016 / 21:02

      Vielen, vielen Dank, meine Liebe! 🙂

  9. 2. November 2016 / 13:19

    Toller Look 🙂 Sieht wirklich toll aus!
    Hab noch ne super Woche und sei liebst gegrüßt,
    Walli und Kathi

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