Sanfte chemische Peelings: alles was du über AHA und BHA wissen musst

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Im Jahre 2016 wurde ich durch die liebe Svenja von Chamy und die herrliche Karin von Innen & Außen auf ein Beauty-Thema aufmerksam, welches mir bis dato völlig unbekannt war: chemische Peelings. Davor gehörte ich zu den Menschen, die regelmäßig zu mechanischen Peelings zurückgegriffen habe. Peelings, die sich wie Sandpapier auf der Haut angefühlt haben. Je schmerzvoller und irritierender, desto effektiver – habe ich gedacht. Viel soll ja bekanntlich viel helfen. Ein Trugschluss, der sich mir schon dadurch offenbarte, dass meine Haut nicht schöner wurde. Viel eher war sie nach meinen Peeling-Sessions gereizt und strapaziert. So wirklich verbessert hat sich mein Hautbild von Scrubs jeglicher Art nicht.

Heute benutze ich mechanische Peelings in Form von Scrubs quasi gar nicht mehr. Sofern ich mal wirklich Lust auf ein mechanisches Peeling habe, greife ich auf meine Clarisonic Smart Profile zurück – das mache ich allerdings wirklich nur noch ein paar Mal im Monat. Generell habe ich meine Beauty-Routine extrem umgestellt und achte derzeit vor allem auf reizarme Kosmetik und greife ab und an auch auf Naturkosmetik zurück. Ein separater Blogpost wird dazu auf jeden Fall direkt im neuen Jahr folgen. Mittlerweile bin ich mit den von mir benutzten Produkten nämlich so sicher, dass ich mein Wissen und meine Vorlieben gern teilen mag.

Die Game-Changer in meiner Beauty-Routine waren hier wirklich die chemischen Peelings mit AHA und BHA. Mittlerweile greife ich quasi täglich auf eine milde BHA Lotion und alle paar Tage mal auf ein AHA Gel zurück – und bin mit meinem Hautbild wirklich mehr als zufrieden. Beide Produkte sind von Paula’s Choice, einer Marke, der ich in Bezug auf Hautpflege wirklich sehr vertraue. BHA und AHA Peelings gibt es auch von anderen Firmen, jedoch habe ich mich hier auch gar nicht weiter umgeschaut, weil ich eine treue Seele bin. Wenn ich einmal meinen heiligen Gral gefunden habe, wechsle ich nicht. Vor allem sind die Formulierungen der chemischen Peelings bei Paula’s Choice auch so optimal, dass der Wirkstoff bestmöglich arbeiten kann – dies ist nicht bei allen Anbietern so.

Aber wofür sind AHA und BHA überhaupt gut? Wie muss die Formulierung denn sein, damit sie bestmöglichst wirken? Kann man AHA und BHA Peelings auch mit empfindlicher Haut verwenden? Was mache ich, wenn trotzdem Reizungen auftreten? Wie oft darf man die chemischen Peelings nutzen? Tritt ein Gewöhnungseffekt ein? Ihr merkt es schon – Fragen über Fragen! Da ich in den vergangenen beiden Jahren nun einige Expertise in Bezug auf AHA und BHA gesammelt habe, möchte ich euch heute nicht nur meine beiden Lieblingsprodukte mit AHA und BHA vorstellen, sondern euch auch verraten, wieso ihr unbedingt auf chemische Peelings zurückgreifen solltet. Und natürlich auch die Antworten für all die anderen Fragen in Bezug auf chemische Peelings gleich mitliefern.

Was ist der Unterschied zwischen chemischen und mechanischen Peelings?

Die meisten von uns sind bestens vertraut mit mechanischen Peelings. Das sind die sowohl Scrubs als auch Reinigungsbürsten. Also Peelings, die die Haut von außen quasi „abschleifen“. Auf den ersten Blick fühlt sich die Haut danach zwar lupenrein an, jedoch sind die Peelings ziemlich reizend für die Haut. Chemische Peelings sind flüssige Texturen, die mit Säuren arbeiten. Sie sind deutlich sanfter als mechanische Peelings und können das Hautbild auf verschiedene Arten und Weisen verbessern.

Wie funktionieren chemische Peelings?

Chemische Peelings nutzen die Gegebenheiten der Haut aus und sind dabei ziemlich klug. Die enthaltenen Säuren tragen verhornte Stellen sowie tote Hautzellen durch hauteigene Eiweiße ab.

Was macht chemische Peelings so besonders?

Die chemischen Peelings sind viel sanfter zur Haut als der mechanische Gegenpart. Zudem regen sie je nach Wirkstoff die hauteigene Kollagenproduktion an, mildern sichtbar kleinere Fältchen, lassen das Hautbild strahlen, gleichen Verfärbungen aus, minimieren Sonnenschäden und können die Haut sogar mit Feuchtigkeit versorgen. Je nach Inhaltsstoff sind sie die perfekte Lösung für häufig vertretene Hautprobleme!

Was ist der Unterschied zwischen AHA und BHA?

Zuerst eine kurze Säure-Kunde! AHA steht für Alpha-Hydroxy-Säure – dazu zählen im kosmetischen Bereich vor allem Fruchtsäure, Milchsäure, Mandelsäure sowie auch Glykolsäure. Die AHA basierten Peelings bestehen aus besonders kleinen Molekülen, die sehr tief in die Haut eindringen können. BHA steht für Beta-Hydroxy-Säure, das ist die allseits bekannte Salicylsäure – von ihr habt ihr bestimmt schon einmal gelesen! Sie bindet Fette, reinigt somit bis in die tiefste Pore und wirkt gleichzeitig auch noch entzündungshemmend.

Sind AHA oder BHA Peelings für zu Hause gefährlich?

Nein, ganz und gar nicht! Trotz des Wortes „Säure“ sind sie definitiv sie sanftere Peelinglösung im Vergleich zum allseits bekanntem mechanischen Peeling. Sie sind die perfekte Ergänzung für die heimische Pflege und können in der richtigen Dosierung echte Game-Changer sein. Worauf aber auf jeden Fall geachtet werden muss: nach Anwendung eines chemischen Peelings darf der Sonnenschutz nicht vergessen werden. So sollte man mindestens auf einen Lichtschutzfaktor 30 zurückgreifen. Zudem sollte man auf BHA Peelings verzichten, sofern man schlecht auf Aspirin reagiert – denn Aspirin enthält auch Salicylsäure.

Für welches Hautproblem empfiehlt sich welches chemische Peeling?

Beide Peelings sind in Bezug auf Feuchtigkeit und Faltenreduktion ziemlich ähnlich. AHA Peelings wirken bei trockener, sonnengeschädigter Haut ein wenig besser. BHA Peelings sind für Akne-geplagte Haut und Rosazea ganz ideal.

Wann und wie benutzt man chemische Peelings?

Die chemischen Peelings kann man sowohl abends, als auch am Morgen auftragen. Je nachdem, wie sehr man schon daran gewöhnt ist (und auch welche Konzentration man gerade verwendet!), empfiehlt sich ein täglicher bis hin zu einem wöchentlichen Rhythmus. Die Peelings werden je nach Textur (Lotion, Gel oder Creme) mit einem Wattepad oder den Findern aufgetragen. Dabei müssen die Augen- und Mundpartie jeweils ausgespart werden. Je nach Produkt kann man danach eine Creme (unbedingt auf den Lichtschutzfaktor achten!) auftragen oder muss das Peeling abwaschen – das entnimmt man aber dem Produkt selbst.

Bei welcher %-Zusammensetzung sollte ich starten? Wie viel Prozent sind die richtige Wahl für mich?

Vor allem wenn man noch gar keine Erfahrungen mit chemischen Peelings gesammelt hat, sollte man mit einer niedrigen Konzentration und einem weiten Rhythmus starten. Ich persönlich würde hier bei der jeweils niedrigsten Konzentration starten und eine Rhythmus von allen drei Tagen abends empfehlen. Wenn die Haut positiv reagiert, kann man dann auf alle zwei Tage beziehungsweise irgendwann auch jeden Tag darauf zurückgreifen (wenn man mag).

Wann erkennt man, dass man nicht gut auf AHA oder BHA Peelings reagiert?

Man wird es definitiv merken! Um ganz ehrlich zu sein griff ich auch schon zur falschen %-Konzentration und habe den Fehler gemacht, dass ich so geflasht war von dem Ergebnis und es noch häufiger anwenden wollte und sich genau das Gegenteil zeigte. Meine Haut reagierte mit Rötungen, Empfindlichkeit und ein Schälen der Haut.

Wie sollte die Gesichtsroutine abgesehen davon aussehen?

Das ist ganz abhängig von den eigenen Bedürfnissen der Haut. Chemische Peelings kann man sowohl als vierten Punkt in der normal drei-schrittigen Routine (Waschen, Toner, Creme) einfügen, als auch bei der im asiatischen Raum so häufig auftretenden Layering-Methode. Sofern man seine Gesichtsroutine bisher nur auf den 3-Schritt reduzierte, sollte man das chemische Peeling nun nach dem Toner anwenden. Ich bevorzuge das Layering und wende das chemische Peelings ebenfalls nach meinem Toner an – danach kommen aber noch ein paar Seren sowie eine Feuchtigkeitspflege. Ganz unbedingt sollte man aber nach der Anwendung von chemischen Peelings darauf achten, dass die Tagespflege einen Lichtschutzfaktor aufweist, der höher als 30 ist. Chemische Peelings machen die Haut empfindlicher für Sonneneinstrahlung und ohne Lichtschutzfaktor altert die Haut dann quasi noch schneller und man hat den gegenteiligen Effekt.

Kann ich die chemischen Peelings auch bei empfindlicher Haut verwenden?

Auf jeden Fall! Chemische Peelings sind im Vergleich zu mechanischen Peelings deutlich schonender und damit auch für empfindliche Haut besser geeignet. Allerdings sollte man hier unbedingt auf die richtige Prozent-Dosierung achten, viel hilft nicht immer sofort viel! Eine zu hohe Dosierung am Anfang kann eher kontraproduktiv sein – deswegen langsam anfangen und sich allmählich steigern.

Kann man chemische Peelings auch im Sommer anwenden?

Ja, man kann chemische Peelings auch im Sommer anwenden. Jedoch gibt es trotzdem ein paar Feinheiten, die man beachten sollte. So sollte man unter keinen Umständen den Lichtschutzfaktor vergessen (das chemische Peeling macht die Haut auch noch eine Woche nach der letzten Anwendung empfindlich für die Sonneneinstrahlung) und ich persönlich würde das chemische Peeling eher abends, statt morgens verwenden.

Tritt irgendwann ein Gewöhnungseffekt bei chemischen Peelings ein?

Das war auch eine meiner Fragen, als ich das erste Mal mit dieser Art von Peelings in Berührung kam! Von dem Ergebnis war ich absolut begeistert und ich hatte schon direkt Angst, dass der Effekt alsbald sein jähes Ende finden wird. Man kennt es ja von anderen Produkte – zuerst ist man begeistert, aber irgendwann gewöhnt sich der eigene Körper daran und dann genügt das einst so sehr geliebte Produkt nicht mehr. Bei chemischen Peelings jedoch tritt solch ein Gewöhnungseffekt nicht auf.

Kann man chemische Peelings nur im Gesicht anwenden?

Nein, absolut nicht! Ich persönlich habe beispielsweise schon seit meiner Jugend mit Reibeisenhaut an den Oberarmen zu kämpfen und mit dem richtigen chemischen Peeling konnte ich hier schon gute Ergebnisse erzielen. Auch wenn ich irgendwo am Körper mit einem Pickel zu kämpfen habe, greife ich gern auf meine BHA Lotion oder Spray zurück.

Verändert sich die Haut nachteilig, wenn man irgendwann mit der Anwendung von chemischen Peelings stoppt?

Ja – beziehungsweise gerät sie danach wieder in den Zustand, den sie davor hatte. Jedoch kann man immer wieder mit der Verwendung anfangen. Es tritt kein Gewöhnungseffekt auf und die Haut wird auch beim nächsten Mal wieder gleich reagieren, wenn man sie mit AHA oder BHA Peelings behandelt.

Lieber Lotion oder Creme als Textur?

Das kommt ganz auf den eigenen Geschmack an. Als BHA Peeling habe ich seit jeher diese Lotion verwendet, in puncto AHA habe ich erst ein wenig experimentiert. So nutze ich zunächst eine tägliche Creme, die auf der Haut verbleibt. In Kombination mit den anderen Produkten aus meiner täglichen Routine war ich damit aber nicht ganz glücklich. Außerdem war ein tägliches 5%-Peeling mit AHA auch schlichtweg zu viel für meine Haut. So nehme ich hier aktuell lieber ein bis zwei Mal in der Woche das 8-%ige AHA Gel, mit dem ich sehr gute Ergebnisse erziele. Ich denke, dass man sich hier austesten muss – es kommt aber auch total auf die Marke an. So sind beispielsweise Produkte mit AHA und BHA von The Ordinary in der Textur nochmal ganz anders als die von Paula’s Choice.

Darf man zusätzlich zu chemischen Peelings auch mechanische Peelings anwenden?

An sich spricht nichts dagegen, jedoch ist es absolut nicht nötig. Sofern man recht empfindliche Haut hat, kann es sogar sein, dass die Haut danach ziemlich gereizt auf das mechanische Peeling reagiert. Wie bereits oben erklärt, sind chemische Peelings viel schonender. Ich persönlich verwende aber trotzdem noch ab und an meine Clarisonic Smart Profile oder auch mal ein Gesichtsscrub, das kommt mittlerweile aber ziemlich selten vor.

Mein liebstes BHA Peeling: das Paula’s Choice Skin Perfecting 2% BHA Liquid

Ich liebe, liebe, liebe dieses BHA Liquid! Es zieht sehr gut ein (sodass man es auch morgens wunderbar verwenden kann) und ich habe es direkt ab Beginn ganz wunderbar vertragen. Die enthaltene Salicylsäure wirkt entzündungshemmend und vermindert bei mir das Auftreten von Hautunreinheiten. In meiner täglichen Gesichtsroutine möchte ich darauf nie wieder verzichten. Sofern ich gerade hormonbedingt mit Hautunreinheiten rechne, greife ich gern sowohl morgens als auch abends darauf zurück. Ansonsten verwende ich es meist nur morgens.

Mein liebstes AHA Peeling: das Paula’s Choice Skin Perfecting 8% AHA Gel

In Bezug auf AHA Peelings habe ich ein paar von Paula’s Choice ausprobiert und endlich meinen Favoriten gefunden. Ganz zu Beginn habe ich auf die 5%-ige tägliche Creme zurückgegriffen, was jedoch für meine Haut definitiv zu viel war. Habe den Rhythmus dann von täglich auf alle drei Tage umgestellt und war trotzdem nicht ganz so glücklich. Mittlerweile benutze ich ein einziges Mal in der Woche das 8%-ige AHA Gel von Paula’s Choice und bin mit dem Ergebnis wirklich sehr zufrieden. Sehr unkompliziert und meine Haut reagiert auch nicht mehr so trocken wie bei der täglichen Anwendung der niedriger dosierten Creme.

Habt ihr schon einmal von AHA und BHA Peelings gehört?

Nutzt ihr selber schon chemische Peelings?

Seid ihr eher Fan von chemischen oder mechanischen Peelings?

Was ist euer größtes Hautproblem?

Was war der Game-Changer in eurer Beauty-Routine?

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1 Kommentar

  1. 16. Dezember 2018 / 14:38

    Hey, ich nutze auch eher solche Peelings anstatt mechanischer.
    Danke fürs Vorstellen.
    Ich wünsche dir einen schönen 3. Advent!

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